Oerlenbach sucht über eine Ausschreibung eine Fachfirma, die die Beweissicherung in der Domstraße (Rottershausen) übernimmt. Dort soll der Zustand der Häuser dokumentiert werden, um - nach der Sanierung des Straßenzugs - angemeldete Beschädigungen von Anliegern besser einschätzen zu können.

Auf "einen Schwung" und nicht mehr "Straße nach Straße" soll die Umrüstung der rund 800 Straßenleuchter erfolgen. Dank der guten Förderquoten wird Oerlenbach Leuchtkörper im Wert von über 270 000 Euro austauschen. Eine umfangreiche Bewerbung hatte Bürgermeister Nico Rogge schon verfasst und stellte diese dem Gemeindeparlament vor: Oerlenbach möchte "Demografiefreie Kommune" werden. Der Gemeinderat unterstützt dieses Vorhaben und hat einstimmig die Bewerbung befürwortet.

Weniger Wahl-Aufsichtspersonen

35 Euro für den ersten Wahlleiter und für den ersten Schriftführer soll an Erfrischungsgeld bei der Bundestagswahl im September bezahlt werden. Für die Wahlhelfer hat der Gemeinderat 25 Euro festgelegt. In den Stimmbezirken sitzen im Herbst nur noch sechs - also drei pro Schicht - Aufsichtspersonen für die Stimmabgabe, berichtete Bürgermeister Rogge. Von dem einstimmigen Beschluss zur Bundestagswahl profitieren auch die Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung. Sie werden jetzt mit ihren Kollegen aus den staatlichen Behörden gleichgestellt und erhalten Freizeitausgleich.

Von dem Projekt "Sondergebiet Kurgebiet" in Bad Kissingen ist Oerlenbach gar nicht betroffen, meint die Verwaltung; die Anfrage aus der Kurstadt bleibt deshalb inhaltlich ohne Antwort.

Leise sollen sie sein und möglichst effizient - die Lüftungsgeräte für die insgesamt drei Schulen im Gemeindegebiet. Dank neuer Förderungen will Oerlenbach alle notwendigen Geräte anschaffen und installieren lassen. Ein Fachmann soll beratend unterstützen. Fördertöpfe für die "gesunde Luft" in den Schulen gibt es vom Bund und vom Freistaat.

Das Thema Geländeauffüllung stand gleich zweimal auf der Tagesordnung. Es handelt sich um zwei Grundstücke in der Gemarkung Rottershausen. Soweit es nach dem Gemeinderat geht, hat der Antragsteller nun Rückendeckung erhalten: alle gewählten Vertreter stimmten für die Aktion. Allerdings haben auch die Aufsichtsbehörden noch ihre Prüfaufgaben zu lösen.

Keine Gründe für ein "Nein" fand der Gemeinderat beim Antrag für die Erweiterung eines Balkons in Ebenhausen. Nicht so einfach stellt sich der geplante Neubau in der Waldsiedlung von Rottershausen dar. Obwohl alle Anwesenden für den Neubau votierten, wurden einige Teile des Antrags kritisch gesehen. Die zweimal notwendige Absenkung des Gehsteigs muss der Bauwerber selbst zahlen, die von ihm erwünschte Co-Finanzierung der Gemeinde wurde nicht gewährt. Außerdem prüfen Ämter und Behörden nochmals den Verlauf von Versorgungsleitungen, die durch das Grundstück führen.

Der Bau eines Wohnhauses in Eltingshausen machte den Ratsmitgliedern weniger Kopfzerbrechen als die geplante Überleitung einer Zisterne in den nahen Graben. Der ist nämlich "zu", wie ortskundige Räte berichteten. Letztendlich darf auch die Zisterne gebaut und wie gewünscht umgesetzt werden, allerdings hat sich die Gemeinde hier ein "Widerrufsrecht" vorbehalten.

Der Prototyp für den Flyer "Bürgerprojekte" ist fertig. Nico Rogge präsentierte die Kurzfassung der Aktion. 2022 - wenn Oerlenbach auf 50 Jahre Großgemeinde zurückblicken kann - sollen Bürgerideen eingereicht,bewertet und umgesetzt werden. Mit dem Flyer, mit Artikeln im Amtsblatt und mit einer verstärkten Öffentlichkeitsarbeit wird Oerlenbach für die außergewöhnliche Aktion werben.

Die Termine für die Verkehrsschau 2021 und die Drehtermine für den Imagefilm über die Gemeinde stehen fest. Nico Rogge informierte die Ratsmitglieder.