Die Fastenzeit neigt sich dem Ende zu, das Osterfest rückt näher. Daran rüttelt auch der aktuelle Krisenfall nichts, wenngleich Ostern in den Zeiten von Corona etwas anders ausfallen dürfte wie üblich. Die Bräuche um das Fest der Auferstehung Christi sind in den fränkischen Dörfern teils Jahrhunderte alt.

Wie das Hochfest einst in Langendorf gefeiert wurde schildert Hobby-Heimatforscher und Altbürgermeister Otmar Pfister in seiner Broschüre "Ortskundliche Aufzeichnungen über Langendorf". Wenn nach dem Gloria beim Gründonnerstags-Gottesdienst die Glocken schwiegen, ersetzten die "Glabbärä" die Schellen zu den Gottesdiensten. Früher von den Buben der siebten Volksschulklasse ausgeübt, übernahmen später die Ministranten diesen Dienst.

Lohn der Klapperer

Am Karsamstag holten sich die Klapperer bei den Dorfbewohnern ihren Lohn. Dabei schielten die Burschen nach Geldspenden oder einigen Süßigkeiten. Doch beides war zu diesen Zeiten rar. Deshalb gab es Hühner- oder Enteneier, denn nahezu jeder im Dorf besaß Federvieh. In der Karfreitagsnacht gab es im noch selbstständigen Langendorf auch das "Judas suchen". Der Älteste des Klapperjahrgangs erhielt einen Vorsprung und musste sich verstecken. Fand man ihn nicht gab es ein Dorfverstecken bei dem sich Größere und die Kleinere abwechselnd suchten. Die Suche erstreckte sich über das Dorf hinaus und manchmal ging es recht laut zu und es kam zu Beschwerden. Am frühen Morgen stellten die Teilnehmer ihr Versteckspiel ein.