Strahlendes Licht erleuchtet die Sporthalle des Tennis-Clubs (TC), als der Schalter umgelegt wird und die Freunde des "weißen Sports" in Hammelburg ihre neue Beleuchtung für die Innen-Spielplätze präsentieren. Rund 28 Jahre nach der Einweihung des Gebäudes tauschte der TC die Hallenbeleuchtung aus und ersetzte die Neon-Röhren durch moderne LED-Technik.

Im Rahmen einer Feierstunde hieß TC-Vorstandssprecher Egon Schaub-Römisch die Gäste willkommen darunter Bürgermeister Armin Warmuth und den BLSV-Vorsitzenden Martin Wende. Wie Schaub-Römisch ausführte, verdoppelt sich mit dem Neuerwerb die Beleuchtungsstärke, der Stromverbrauch halbiert sich hingegen. Die Konsequenz: Die Umwelt wird nachhaltig geschont, die Spielfelder sind hervorragend ausgeleuchtet und - "das lockt vielleicht auch neue Mitglieder", hoffte er.

Selbstverständlich mussten vor der Montage die alte Röhren-Technik abgenommen und entsorgt werden - ein nicht einfaches Unterfangen, denn das Gesamtgewicht belief sich auf 1,8 Tonnen, die Neuanschaffung hingegen wiegt nur einen Bruchteil davon. Vorherigen 400 Lux stehen jetzt 800 Lux entgegen, und die schnellen Bälle sind besser sichtbar.

Durch die tatkräftige Unterstützung freiwilliger Mitglieder bei Demontage und Neueinrichtung konnten rund 20 Prozent der Kosten eingespart werden, betonte der Vorstandssprecher. Dazu führten die Volunteers eine umfassende Reinigung durch und erneuerten das Granulat. "Die Halle ist jetzt in bestem Zustand für Mitglieder und Gäste. Im Umkreis von 100 Kilometer gibt es nichts besseres", versicherte Schaub-Römisch.

Der TC Hammelburg hofft jetzt auf eine gute Auslastung durch Mitglieder und Gastspieler. Reservierungen unterstützt jetzt auch eine neu eingeführte Hallenbuchungs-App. Platzreservierungen sind von Tennissportlern somit auch von zuhause oder unterwegs möglich. Wer sich verbessern oder das Tennis-Spiel erlernen will, dem steht mit Fabian Knüttel aus der gleichnamigen Tennisschule ein erfahrener Trainer zur Verfügung.

Bei der Finanzierung des Beleuchtungsprojekts - immerhin 40 000 Euro - griffen das Bundes-Umweltministerium mit 40 Prozent der Kosten und die Stadt Hammelburg mit weiteren zehn Prozent unter die Arme.

Liegenschaftsverwalter Bertwin Meder demonstrierte im Anschluss die Anlage im Detail, deren Verbrauch von zehn Kilowatt auf weniger als die Hälfte, nämlich vier Kilowattstunden, reduziert ist. Die Lichtanlage ist mit einem Dimmer versehen und verfügt über Einzelfeld-Beleuchtung.

"Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass die 28 Jahre alte Halle im neuen Glanz erstrahlt. Es ist beeindruckend", staunte Bürgermeister Warmuth. Für den Rathausoberen ist die Tennishalle "ein wesentlicher Baustein" des Sportzentrums. Weitere Module könnten mit dem Bau des neuen Schul-Zentrums hinzukommen. "Das Tennisspiel kommt der aktuellen Situation außerdem durch seinen Abstand zugute", fügte er an.

BLSV-Kreisvorsitzender Wende kam mit leeren Händen, erklärte jedoch gleich warum. Der Bayerische Landessportverband hielt sich mit einer Unterstützung zurück zugunsten der höheren Förderung durch das Bundesministerium. Wende glaubt, dass künftige Fördergelder - bedingt durch die Corona-Krise - kleiner aus- oder gar entfallen. Allerdings seien intakte und gute Sportanlagen wichtig um auch künftig bestehen zu können.