Als einfacher Maurerbetrieb beginnt im Jahr 1875 die Geschichte des Bauunternehmens Stolz. Daraus entsteht über die Jahre eine Unternehmensgruppe mit mehr als 330 Mitarbeitern. Diese Entwicklung und das Selbstbewusstsein des Betriebs zeigt sich bald am Verwaltungsgebäude.

Das Haus aus dem Jahr 1993 ist für die Büroangestellten mittlerweile zu eng geworden. Also wird es um eine vierte Etage erweitert. "Wir reagieren mit der Büroaufstockung nun auch räumlich auf das geschäftliche wie personelle Wachstum unseres Unternehmens", erklärt Geschäftsführer Alexander Stolz.

Der Rohbau steht schon. Im April beginnt der Innenausbau. Bis Ende des Jahres sollen die neuen Büros auf der zusätzlichen Etage zur Verfügung stehen. Denn dann sind die Bauleiter, die die Monate zuvor auf den Baustellen unterwegs sind, wieder zurück am Stammhaus, um sich um die Dokumentation und andere Verwaltungstätigkeiten zu kümmern. Sie sollen ausreichend Platz finden. Im Hauptgebäude sind neben den Bau- und Vermessungsingenieuren auch die kaufmännische Abteilung und die Geschäftsleitung untergebracht.

Neben der Aufstockung ist Zug um Zug die Modernisierung der bestehenden Büros vorgesehen. Zunächst war daran gedacht, die Räumlichkeiten einfach neu zu strukturieren, wie Architekt Marcus Seifert erklärt. Doch das habe sich als nicht sehr zielführend erwiesen. So entstand die Idee, das Gebäude zu erweitern.

Das Haus sollte dadurch aber nicht wie ein Block wirken. Daher gliedert und akzentuiert die neue Etage das Verwaltungsgebäude optisch. "Wir haben ein schönes Objekt realisieren, dass nach Untererthal passt", ist Seifert überzeugt.

Aus Zeit- und statischen Gründen ist die Aufstockung in Holzständerbauweise umgesetzt. Alle Etagen sind künftig über einen Aufzug zu erreichen. Der Schacht ist nicht im Gebäude versteckt, sondern springt als weiteres Gestaltungselement aus der Fassade hervor und bildet zusammen mit der neuen Etage einen Rahmen für das Bestandsgebäude.

Der Aufzugsschacht besteht aus Betonfertigteilen aus eigener Produktion. So präsentiert die Unternehmensgruppe direkt am Gebäude ein Beispiel für ihre Geschäftsfelder. Zu denen zählen neben dem Fertigteilbau der Tief- und Straßenbau, der Hoch- und Ingenieurbau sowie die Bauwerksanierung.

Stolz äußert sich positiv über die aktuelle Situation und gibt sich optimistisch, wenn es um die Aussichten für den Betrieb geht. Grund ist die Investitionstätigkeit vor allem des Bundes.