Das Thema Dorferneuerung steht nach wie vor im Interesse der Diebacher. Dies stellte sich bei der Bürgerversammlung zu Heilig-Drei-König im Gasthaus Remling nach dem Jahresrückblick von der Ortsbeauftragten Elisabeth Assmann (Grüne / Bündnis 90) alsbald heraus.
"Unser Ziel ist es, die Attraktivität unseres Ortes zu steigern", brachte es Assmann auf den Punkt. Und da seien die verschiedenen Leerstände, die von den Anwohnern gemeldet wurden, regelrecht kontraproduktiv. Als positives Beispiel nannte Assmann das frisch sanierte Anwesen Stadler, das nach Abriss der benachbarten Bauruine an der Ortsdurchfahrt glänzt.
Unterstützung erhielt die Ortsbeauftragte von Bürgermeister Armin Warmuth CSU): "Ich ermuntere zum Verkauf von Leerständen, damit sich junge Familien im Ortskern ansiedeln können." Denn zukünftige Erschließungen gebe es nur mit Bauzwang, so Warmuth. Die Dorferneuerung bezeichnete er als "Riesensignal der Stadt Hammelburg". Warmuth betonte, dass er als Allianz-Vorsitzender weiterhin im Gespräch mit dem Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) sei.


Dorferneuerung in Gefahr?

"Eigentum verpflichtet", kritisierte ein bauwilliger Anwohner jene Fälle, in denen die Besitzer von leerstehenden Gebäuden und Grundstücken im Altort bislang kein Interesse zum Verkauf erkennen ließen. Oft würden diese Besitzer weit entfernt wohnen. Zu einer Änderung des Bebauungsplans ermunterte ein anderer Anwohner. Ein weiterer sah die erreichten Zieletappen zur Dorferneuerung in Gefahr. "Bauwillige können sich bei mir melden", signalisierte Assmann ihr reges Interesse und ihre Bereitschaft, sich für die Diebacher Dorferneuerung einzusetzen. Der neue Vorstand der Teilnehmer-Gemeinschaft werde heuer Ende Februar gewählt.
Die Baulast für die Dachsanierung an der Altkirche, Grüngut-Ablagerungen am Bach, Verkehrsgefahr für Trauerzüge bei Beerdigungen, Raser am Kindergarten und Detailfragen für die Holzrechtler waren weitere Themen in der Bürgerversammlung. Zufriedenheit herrschte angesichts des Jahresrückblicks von Assmann. Während andernorts die Einwohnerzahlen schrumpfen, meldet Diebach für 2017 einen Zuwachs von 14 Hauptwohnsitzen (gesamt 1017) und drei Nebenwohnsitzen (gesamt 89). Den acht Geburten stehen zwölf Sterbefälle gegenüber. Im Vorjahr habe es fünf Eheschließungen und drei Scheidungen gegeben.
Assmann lobte das Engagement der ansässigen Vereine, die oft mit gelebter Tradition zur Stärkung des Heimatbewusstseins beitrugen und hervorragende Jugendarbeit leisten. Sie bedankte sich auch bei den stillen Helfern im Hintergrund, angefangen von den jungen Sternsingern bis hin zur Seniorenarbeit. Ein besonderes Merkmal von Diebach, dem größten Ortsteil der Stadt Hammelburg, sei der Adventsmarkt in den Gaden. Der Umbau der Vereinsringhalle gemäß Brandschutzauflagen, der neue Steg an der Saaleinsel, Sanierungsarbeiten an der Saalebrücke und das Gewässer-Entwicklungskonzept waren weitere Themen im Baubereich. Die Foto-Ausstellung "Die Frau im Dorf" des Geschichtskreises werde im März eröffnet.