In kleinem Kreis ist der Fuchsstädter Waldfriedhof jetzt gesegnet worden. Damit ist die Ruhestätte auch offiziell eröffnet. Noch unter Bürgermeister Peter Hart und dem vorherigen Gemeinderat initiiert und beschlossen stehen auf dem "Gottesacker unter Bäumen" rund drei Hektar bewaldete Natur für Urnenbestattungen zur Verfügung.

Bürgermeister René Gerner bedauerte in seiner Begrüßung, dass der Segnung aufgrund der aktuellen Situation nicht mehr Menschen beiwohnen konnten. Er hoffe, dass dies nächsten Sommer nachgeholt werden kann. Wegen der großen Nachfrage habe man den Waldfriedhof jedoch schon jetzt freigeben wollen. Die erste Bestattung finde noch in diesem Jahr statt, sagte Gerner.

Trotz Pandemiebeschränkungen war es eine würdige Inauguration. Weil nicht einmal eine kleine Gruppe der "Fuschter Musikanten" die Einweihung begleiten durfte, wurden sie durch digitale Musik ersetzt. Diakon Thomas Wolf stellte für diesen Anlass das "Konzert für Oboe" von Johann Sebastian Bach, den "St. Florians Choral" von Thomas Doss und Johann Pachelbels "Kanon in D-Dur" zusammen.

In den vergangenen Jahre habe es in der Gemeinde kein Thema gegeben, das mehr umstritten war als die Lage des Waldfriedhofs, sagte Gerner. Es habe sogar ein Bürgerbegehren gegeben, dazu zahlreiche Ortstermine. Schließlich wurde mit dem Standort "Mühlberg" ein Konsens gefunden.

"Mit dem Ergebnis, wie auch immer dieses zustande kam, können wir sehr zufrieden sein", betonte Gerner. "Damit aus dem wunderschöne Waldfriedhof eine Vorzeige-Ruhestatt entsteht, müssen wir nach vorne schauen. Derzeit komplettieren wir die Beschilderung (...). Dies will durchdacht sein", fügte er hinzu.

Das auf Friedhöfen häufig bemängelte Laub ist für ihn Sinnbild für die Vergänglichkeit des Lebens, erkärte Gerner. "Ein Blatt, das im Frühjahr blüht und dann monatelang in herrlichem Grün erscheint, selbst im Herbst noch eine wunderschöne Farbe annimmt aber dann leise zu Boden fällt, zeigt die Vergänglichkeit auch unseres Lebens."

Die Pfarrer beider Konfessionen, Norbert Wahler und sein evangelischer Amtsbruder, Robert Augustin, segneten schließlich die neue Ruhestätte.