Ehre wem Ehre gebührt, heißt ein Sprichwort. In einem feierlichen Rahmen in der Mehrzweckhalle verabschiedete Fuchsstadt seinen ehemaligen Bürgermeister Peter Hart und die Gemeinderäte, die im Mai aus dem Gremium ausgeschieden sind.

Eingebettet in die Musikstücke der "Fuschter Musikanten" und in Gegenwart der Vertreter der Verwaltung, des Bauhofs, der Schulen und flankierender Institutionen, dankte amtierender Bürgermeister René Gerner zunächst den Räten, die sich - teils über sehr lange Zeit - im Ehrenamt zur Verfügung stellten.

Die Urkunde nebst Bürgermedaille nahm Gudrun Böhm für besondere Verdienste entgegen. Sie gehörte zwölf Jahre dem Gremium an. Ebenso lange gehörte Brigitte Burtchen dem Rat an, die mehrere Ausschüsse besetzte. Die ehemalige Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins war auch Seniorenbeauftragte.

Reiner Heid, Vorsitzender des Arbeitskreises "Fuscht unser Zuhause", Jugendbeauftragter und in mehreren Ausschüssen aktiv, gehörte 18 Jahre dem Ratsgremium an, Mathias Stöth, Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses, 24 Jahre. Hans-Jürgen Pfülb darf als "Urgestein" des Rats gelten. Drei Jahrzehnte widmete der Ex-Vize-Bürgermeister und Kirchenpfleger seinen Einsatz dem Wohl der Gemeinde. Zur Urkunde und Bürgermedaille, die alle Scheidenden entgegennahmen, überreichte Gerner die Bronze-Medaille des Freistaats Bayern für besondere Verdienste in der kommunalen Selbstverwaltung.

Der langjährige Vize-Bürgermeister Manfred Öftring hört nach 24 Jahren auf. Er war drei Wahlperioden lang Vize-Bürgermeister und initiierte und arbeitete an zahlreichen Projekten mit. Genannt seien der "Eulen-Treff" und die Dreifaltigkeitskapelle sowie sein Engagement im Arbeitskreis "Fuscht unser Zuhause". Aktiv im Vereinsleben, prägte er als Dirigent die Entwicklung der Fuschter Musikanten mit. Öftring erhielt die kommunale Verdiensturkunde in Bronze für besondere Verdienste bereits im vorigen Monat. Die Musiker legten noch den Manfred Öftring-Marsch hinzu.

Peter Hart führte den Gemeinderat seit 2002 als 1. Bürgermeister. Davor war er ein Dutzend Jahre Gemeinderat und Vize-Bürgermeister. Stets auf die Weiterentwicklung des Heimatorts bedacht, war er Motor für die Baugebiete "Am Schafhof" und "Hinterm Turm II und III". Immer mit Blick auf Ökologie und Nachhaltigkeit, tragen auch der Kindergarten und der Schulstandort Fuchsstadt die Handschrift des Initiators des Waldfriedhof und des Gewerbegebiets "Neumühle".

Anerkennung und Beliebtheit Harts spiegeln sich am besten in einem Stimmenanteil von 96,12 Prozent wider, die er in der Bürgermeisterwahl 2008 erzielte. Hart, den Landrat Thomas Bold in seinem Grußwort als "streitbar, dennoch verbindlich, konsequent und kollegial, innovativ und weitsichtig" bezeichnete, trägt das Landkreis-Ehrenzeichen für seine zahlreichen Verdienste. Eine weitere, hohe Auszeichnung legte Gerner jetzt hinzu: Er übergab dem Scheidenden die Ernennungs-Urkunde zum Alt-Bürgermeister.

Eine Ruhebank für ihn und seine Gattin Inge als Gabe des Bauhofs, eine Anschub-Finanzierung für eine Nordkap-Fahrt und ein Erinnerungsbuch von den Verwaltungsangestellten, ein T-Shirt mit Fuchsstadt-Emblem und ausgiebige "standing ovations" belegten die Anerkennung für sein kommunalpolitisches Lebenswerk.

Doch es wäre nicht Peter Hart, nähme er nicht die Bediensteten mit ins Boot, denen er - wie dem ehemaligen Ratsgremium - für "konstruktive Zusammenarbeit und respektvolles Miteinander" dankte. Wichtig war ihm auch die Unterstützung seiner Familie, wie er betonte. "Nach 18 Jahren im Amt kann ich feststellen, dass das Positive bei weitem überwiegt. Die Zeit als Bürgermeister- und Gemeinderat waren mir eine Ehre. Ich denke dem Gemeinderat und mir ist es gelungen, die Weichen in eine gute Zukunft zu stellen", soder Alt-Bürgermeister.