Bauherr Karl Riedel konnte nun das Richtfest für den Neubau feiern.

Vier Jahre hat die Planung gedauert, erklärte er. "Das hatte viel mit Brandschutz zu tun", sagte Riedel. Er dankte unter anderem den Nachbarn, die beim Abriss Staub hinnehmen mussten. Wie Riedel erwähnte, fand vor dem Bau eine Untersuchung des Untergrunds auf archäologische Funde und auf Reste von Kampfmitteln aus dem Krieg statt.

Den Bereich zwischen Bürgerspital und Kindergarten nimmt nun ein mehrteiliger Gebäudekomplex ein. Anstelle des Spital-Stübles entsteht ein Bürogebäude. Am Rande des Richtfests stellte Riedel die künftige Nutzung vor: Ein Anwaltsbüro zieht ein, Riedel selbst eröffnet eine Zweigstelle seines Steuerberatungsbüros und seine Frau bekommt zusätzlichen Platz für das Antiquariat. Dort können die Kunden dann in Ruhe in den Beständen blättern.

Das Bürogebäude ist über Brücken mit einem zweiten neuen Haus verbunden. Der Komplex ist so um die Ecke gebaut, dass er sich in die Häuserzeile der Nachbargasse, der Rinecker Straße, einfügt. In dem zweiten Haus entstehen laut Riedel Ferienwohnungen.

Ein gemeinsamer gläserner Lift wird die Gebäude erschließen. Über ihn wird auch das umbaute Nachbarhaus als drittes Gebäude zugänglich sein. Das Bestandsgebäude, in dem sich einst eine Goldschmiedewerkstatt befand und jetzt Objekte des Antiquariats ausgestellt sind, ist in das Bauvorhaben einbezogen. Barrierefreie Wohnungen werden geschaffen, erklärte Architekt Thomas Ruser.