Klaus Oelert, ein reisefreudiger Deutschlandkenner, feiert am 1. Oktober seinen 80. Geburtstag. Im holsteinischen Heide geboren, absolvierte das "Nordlicht" nach Schulabschluss zunächst eine kaufmännische Ausbildung und stellte fest, dass das Gestalten und Ausstatten öffentlicher Räume ihm offensichtlich mehr lag. Die Planung, Möblierung und Ausstattung von Bibliotheken beispielsweise in Hammelburg, Nüdlingen, Wildflecken, Veitshöchheim und Giebelstadt, aber auch von Berufszentren der Bundesarbeitsagentur, machte ihm Spaß. Seine verstorbene Frau Elisabeth heiratete Oelert 1963, als er gerade sein Studium an der Freien Kunstschule in Zürich beendet hatte. Damals entdeckte der Wahl-Euerdorfer seine Leidenschaft für das Malen. Seine Vorbilder sind Wassily Kandinsky und Joan Miró.

Doch wollte Oelert diese namhaften Maler nicht kopieren, sondern entwickelte sich als Autodidakt weiter, hin zum Quadratischen mit großen Freiflächen und meist etwas Rundem darin, was nicht zwangsläufig mit einem Fußballtor zu tun hat - auch wenn der Künstler von seinem neuesten Entwurf "Mensch ärgere dich nicht" darauf beharrt: "Alles soll zusammenspielen." Ausstellungen des Malers waren in Zürich, in Garching, in Esslingen, in Münnerstadt und weiteren Orten zu bewundern. Ein weiteres Hobby praktizierte Klaus Oelert in Dachau, wo er lange beheimatet war. Hier baute er die Radsportabteilung mit auf und fuhr selbst mehrere Jahrzehnte Radrennen.

Für langjährige, besondere Verdienste erhielt er eine Ehrenauszeichnung. Die erwartet ihn ein weiteres Mal mit der Urkunde der Industrie- und Handelskammer (IHK), die dem "Neu-Achtziger" für 25-jährige Firmen-Selbstständigkeit verliehen wird. Denn 1995 machte sich der Jubilar als freier Handelsvertreter selbstständig. Auch heute ist er noch aktiv und verleiht Schließfächer an Schulen. Nach Euerdorf kam der Jubilar bereits 1982 und vermählte sich ein Jahr später mit seiner zweiten Gattin Sabine. Den Markt wählte Oelert deshalb, weil er strategisch mit der Autobahnauffahrt günstig, aber dennoch in Bayern liegt.

Das Malen bleibt die Passion des Jubilars, der Ausschau hält nach geeigneten Ausstellungsräumen. Auf vielen Hochzeiten tanzend, dürfte es ihm nicht schwerfallen, etwas Passendes zu finden. Denn schließlich ist Oelert auch Inhaber des silbernen Tanzsportabzeichens.