Kunst traf bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates auf Bauliches. Der Künstler Günter Nölekte stellte im vergangenen Jahr bei der Ramsthaler Kunstwoche eine Metallskulptur aus. Diese soll nun den begonnenen Skulpturenweg ergänzen.

Bürgermeister Rainer Morper (ABB/Interessengemeinschaft) informierte den Gemeinderat, dass im geplanten Neubaugebiet "Am Weinberg 2" inzwischen zehn der insgesamt 18 Bauplätze vergeben sind. Gemeinderat Roland Herterich (ABB/Interessengemeinschaft) war der Meinung, dass sich die Erschließung für die Gemeinde nur lohne, wenn die Bauplätze zügig verkauft und bebaut würden. Ansonsten wäre die finanzielle Vorleistung für die Gemeinde sehr hoch.

In den Kaufverträgen ist ein Baugebot innerhalb von drei Jahren vorgesehen. Um Spekulationen zu vermeiden hat die Gemeinde danach ein Rückkaufrecht. Markus Lomb (CSU-Wählergruppe) und Andreas Günder (ABB/Interessengemeinschaft) meinten, dass nicht alle Plätze verkauft und bebaut werden müssten. Dann hätte die Gemeinde auch in den nächsten Jahren noch ein Angebot für Bauwillige. Das Gremium beschloss, dass die Ausschreibung für die Erschließung in Auftrag gegeben werden soll. Geplant ist, noch im Winter mit der Erschließung zu beginnen.

Bauantrag war erneut ein Thema

Das Vorhaben eines Bauwilligen für ein Einfamilienhaus neben seinem Betrieb beschäftigte das Gremium erneut. Es ging dabei um die Eintragung von Grunddienstbarkeiten, die erforderlich sind, um das Vorhaben zu realisieren. Ebenso stand die Zufahrt zum Bauplatz in der Diskussion. Der Gemeinderat lehnte wegen der vorhandenen Unklarheiten sowohl den Bauantrag, als den damit verbundenen Antrag auf Eintragung der Grunddienstbarkeiten ab.

Einstimmig genehmigte der Gemeinderat die Nutzungsänderung einer ehemalischen Schreinerei zu einer Druckerei und die Anbringung einer Außenwerbung.

Die Erstellung einer Vorkaufssatzung für bebaute Grundstücke stand ebenfalls auf der Agenda. Der Gemeinderat will diese Idee weiterverfolgen, fasste aber noch keinen Beschluss.

Thema waren auch Gebühren für den Wohnmobilstellplatz. Um technische Möglichkeiten zum Inkasso von Stellplatzgebühren zu prüfen, legte der Bürgermeister die Angebote von zwei Unternehmen vor. Markus Lomb sprach sich dafür aus, die bisherige Regelung des kostenfreien Stellplatzes beizubehalten. Roland Herterich meinte, dass man mit der Einführung von Stellplatzgebühren auch ein besseres Angebot zur Verfügung stellen müsste. Er nannte dabei WLAN und die Bereitstellung von sanitären Anlagen.

Wohnmobilisten zufrieden mit dem Angebot in Ramsthal

Der Bürgermeister meinte, dass er bei Gesprächen ein positives Feedback zur jetzigen Ausstattung und Regelung erhalten habe. Der Gemeinderat beschloss zunächst keine Stellplatzgebühr einzuführen und die seit einigen Jahren unveränderten Verbrauchsgebühren zu verdoppeln. Der Tourismusausschuss wird Wohnmobilisten hinsichtlich Ausstattung, Zufriedenheit und Gebühren befragen. Die Erkenntnisse will das Gremium dann besprechen.