Der Markt will wachsen und setzt dies mit einem Sondergebiet um, das an der Auraer Straße entsteht und ein Gewerbegebiet, aber auch einen Discounter mit sich bringt. Neben einem Landwirtschaftshof liegend, erschließt eine Straße mit Wendehammer das Gewerbegebiet. Die Einzelhandelsfläche ist mit einem großen Parkplatz ausgestattet und auch fußläufig erreichbar.

Die Planer Michael Schneider und Walter Ruppel legten die Änderung des Flächennutzungs- und des Bebauungsplans des "Gewerbegebiets Auraer Straße" auf. Demnach handelt es sich um ein umgrüntes Areal, auf der ein Lebensmittelmarkt in der Größe von ca. 1600 Quadratmeter entsteht. Über das Gewerbegebiet sind in diesem Stadium noch keine Aussagen möglich. Der Marktgemeinderat billigte die Planung und beschloss einmütig deren Auslegung.

Die Gemeinden sind angehalten, an ihren beleuchteten Gebäuden und den Kirchen um 23 Uhr das Licht abzuschalten, was dem Stromsparen aber auch den Insekten zugute kommt. Der Rat befasste sich mit der Frage, ob diese Vorgabe eingehalten werden soll - was den Einbau einer Lichtsteuerung zum Preis von etwa 1000 Euro erfordert - oder eine Illuminierung der Pfarrkirche "St. Johannes der Täufer" künftig komplett entfällt. Ralf Ziegler und die Vize- Bürgermeister Michael Fell und Michael Röder votierten für die Nacht-Beleuchtung bis 23 Uhr, auch weil der gegenüberliegenden "Pulver-Turm" mit angestrahlt wird.

Auch die Straßenbeleuchtung, die im Kern-Ort schon teils umgestellt ist, will die Gemeinde auch in den peripheren Ortsteilen auf eine LED- oder Retrofit-Beleuchtung umrüsten. Retrofit ist ein Mischpaket aus neuen LED-Lampen und dem Umbau bestehender Straßenlaternen mit stromsparenden Leuchtmitteln. Die Räte setzten hier auf die Mischung, die den Gemeindesäckel schont.

Einen Nachtrag gab es bei den Bauarbeiten am Saaleufer, der speziell das Wassertretbecken betrifft. Die ausführende Baufirma fordert 71 500 Euro brutto mehr für geänderte Positionen, respektive Mehrleistungen, die das Ratsgremium genehmigte. Die Gesamtsumme für die Bauarbeiten steigt damit auf rund 326 000 Euro. Allerdings hat das Kneippbecken ein Nachspiel. Wie dem Schreiben von Bürgermeister Peter Bergel zu entnehmen war, liegt der Markt mit dem Planungsbüro im Rechtsstreit, da der Rat die Auffassung vertritt, dass hier ein Planungsfehler unterlaufen ist.

Für die Schließanlage des neuen Rathauses sind die Angebote noch nicht abschließend geprüft. Eine Beratung und der Beschluss wurden deshalb zurückgestellt. Zur Möblierung des Sitzungssaals und der Veranstaltungsräume im Rathausbau stimmte der Marktgemeinderat mehrheitlich für die wirtschaftlichste Offerte zum Preis von 36 900 Euro, Lieferung und Montage inbegriffen.

Bergel informierte auch über den Kreisumlagebescheid, gegen den Elmar Hofmann protestierte, "weil nicht erkennbar ist, dass der Landkreis sich einschränkt". Der Anteil des Marktes Euerdorf an der Kreisumlage beläuft sich auf 1,136 Millionen Euro. Bernhard Herterich erinnerte an die Bildstöcke im Markt, die inspiziert und bei Bedarf instandgesetzt werden sollten.

Stefan Bachmanns Anfrage betraf den im August eingesetzten Bürgerbus, der zwischen Wirmsthal und Euerdorf verkehrt und dessen Inanspruchnahme der Bürgermeister als "massiv enttäuschend" erachtete. "Wegen einer Person kann der Bürgerbus nicht fahren, das käme einem Taxi gleich. Für die Weiterführung brauchen wir mehr Passagiere", konstatierte er.