Dem Würzburger Büro erteilte der Rat in nicht öffentlicher Sitzung dafür den Auftrag zur Erschließungsplanung.

Die Änderung des Bebauungsplans "Auraer Weg" wie auch die Planung des "Kehrwegs" in Machtilshausen und des neuen Feuerwehrhauses in Elfershausen dienten vorrangig der Information der neugewählten Mandatsträger. Öchsner gab deshalb noch einmal einen Überblick zur Maßnahme Kindergartenneubau.

Oberflächenwasser-Ableitung

Ein markantes Thema ist hier die Oberflächenwasser-Ableitung, die die Planer mittels Mulden und Aufschüttungen sowie einer Verrohrung im südlichen Bereich in den Griff bekommen wollen. Glas-, aber auch Dachbegrünung und Festdächer für Photovoltaik, sind erlaubt. Ein Zaun schützt zwischen dem Gebäudekomplex und den Wassergräben. Kompensationsmaßnahmen sind zwar nicht notwendig, dennoch will die Untere Naturschutzbehörde, dass diese am Schwedenberg entstehen. Die weiteren Schritte sind die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange und die öffentliche Auslegung der Planung.

Der Bebauungsplan-Entwurf "Kehrweg II" wurde nach Absprache mit den künftigen Bauwerbern angepasst. Er könnte bis zum Spätherbst zur Auslegung kommen. Neben den bekannten Fakten bestätigte Öchsner die Anfrage von Simone Berned, dass das Parken in der Sack-Straße mit Wendeplatte auch außerhalb der Garagen erlaubt. Es bleibt bei einer Zufahrt für Rettungs-, Versorgungs- und Entsorgungs-Fahrzeuge. Der Entwurf passierte ohne Gegenstimme.

Im Zuge des Bahnübergang-Umbaus zwischen Elfershausen und Trimberg wurden dem Markt zwei Straßenleuchten für den Fuß- und Fahrradweg von der Bahn zugesagt. Sie sollen unbeleuchtete Stellen und damit Gefahren auf dem Weg vermeiden. Für die passenden Masten und Leuchtkörper übernimmt die Bahn AG die Kosten. Die Leuchten werden an das Beleuchtungsnetz des Marktes angeschlossen . Dem stimmten die Räte zu.

Planungsstand des neuen Feuerwehr-Gerätehauses

Einen Einblick in den aktuellen Planungsstand des neuen Feuerwehr-Gerätehauses gab Architekt Alexander Albert. Mit den Erläuterungen für die neuen Gemeinderäte verband er den "Wermutstropfen" der voraussichtlichen Kostensteigerung durch den jährlichen Anstieg der Baukosten. Die eingeschossige Bauweise des Gebäudes, die der Gemeinderat beschloss, trug zwar zu Einsparungen bei, die die Realisierung im Jahr 2021 wahrscheinlich weitgehend wieder "auffressen". Nach Planer-Index und Einschätzung Alberts betragen die Mehrkosten gut zehn Prozent, und man bewegt sich auf die zwei Millionen Euro zu. Für das Konzept - und die Weiterführung des Arbeitskreises gab der Rat einmütig grünes Licht.

Zur Herrichtung des Wegs an der Südwest-Peripherie Langendorfs mit Fräsgut wollen sich die Jagdgenossen mit 50 Prozent der Kosten beteiligen. Ein aktuelles Angebot einer Firma beläuft sich jedoch auf den doppelten Schätzbetrag von etwa 5000 Euro und liegt bei 10.500 Euro. Nach Rücksprache mit der Jagdgenossenschaft übernimmt diese auch vom aktuellen Preis 50 Prozent. Der Beschluss fiel mehrheitlich.

Bauanträge

Ohne Einwände passierten die Bauanträge den Rat. Dies sind der Anbau einer Heizungsanlage mit Abstellraum in der Gemarkung Elfershausen, der Neubau einer Werkstatt für landwirtschaftliche Maschinen und Geräte und eines Kälberstalles, die ebenfalls im Außenbereich liegen. Gelände-Aufschüttungen zum Ausgleich der Kindergartenmaßnahme sind ebenfalls genehmigt.

Bürgermeister Johannes Krumm (SPD/FW) liebäugelt mit einem "Kalkofen-Weg", der als Projekt von Grüngitter und der Allianz Fränkisches Saaletal in den Ortsteilen Machtilshausen und Obereschenbach bis Oktober umgesetzt werden soll. Hier wurde aktuell bei einer Begehung die Standorte der Schilder und die endgültige Route festgelegt.

Informierend berichtete der Rathausobere zur Stromtrasse P43, die die Rhön und Vorderrhön tangieren soll. Nach Dafürhalten Krumms erschließt sich deren Verlauf nicht, da dieser Strom nach Vermutung regionaler Politiker für den Raum Frankfurt und Umgebung gedacht ist. Es gelte deshalb, geschlossen gegen den Betreiber und seine Absicht aufzutreten - mit Landrat Thomas Bold als "Speerspitze".

Ein Gedanke aus einem Seminar schien dem Bürgermeister auch sinnvoll für die eigene Gemeinde. Die Frage, "wo wollen wir in sechs Jahren stehen?", soll auch im Markt Einzug halten. Die vorrangigen Projekte und die zeitliche Planung sollen in einer Klausurtagung im Herbst auf der Trimburg ausgearbeitet werden.