Der Bürgermeister und die neugewählten Gemeinderäte wurden vereidigt und können nun ihre Aufgaben wahrnehmen. Die erste öffentliche und konstituierende Sitzung des Marktgemeinderats Elfershausen fand wegen der Abstandsregeln erneut im Gemeindehaus in Trimberg statt, wo Bürgermeister Johannes Krumm den Neugewählten zunächst seine Gratulation aussprach.

In dem mit neun frischgewählten Mandatsträgern ausgestatteten und verjüngten Gremium, begrüßte er auch vier Frauen. Das bunt durchgemischte Forum nannte er "eine gute Voraussetzungen für einen Neuanfang". In souveräner Manier - sechs Jahre Gemeinderatserfahrung als Ortssprecher von Engenthal dürften ihm dabei eine wichtige Hilfe gewesen sein - wickelte Krumm seine Premierensitzung ab, in der er selbst zuerst vereidigt wurde.

Als dienstältester Gemeinderat nahm Jürgen Englert dem Ersten Bürgermeister das Versprechen ab, die Treue zum Grundgesetz und zur Verfassung sowie die Rechte der Selbstverwaltung zu befolgen. Gemäß Artikel 31 der Geschäftsordnung vereidigte Krumm danach die neuen Räte. Dies sind Jürgen Seit, Felix Geisel, Benedikt Müller, Alexander Porkristl, Tobias Warter, Simone Berned, Jürgen Simon, Angelika Kohlhepp und Ursula Mützel. Ihnen gab der Rathausobere mit, dass das oberste Ziel die Arbeit zum Wohle der Ortsbürger sei.

Nach einstimmigem Beschluss wählte der Rat - wie bisher - im folgenden zwei stellvertretende Bürgermeister. Zur ersten Stellvertreterin wählten die Ehrenamtskollegen mit 8 zu 5 Stimmen Christine Neeb-Wittmann als Nachfolgerin von Jürgen Englert. Ein längeres Procedere stand bei der Findung des Dritten Bürgermeisters an. Vorgeschlagen waren der bisherige Amtsinhaber Elmar Zier und Volker Partsch, die im ersten Wahlgang aufgrund einer ungültigen Stimme gleichauf lagen. Im zweiten Wahlgang siegte Partsch mit der knappen Mehrheit von 8 zu 7 Stimmen. Bürgermeister Krumm vereidigte seine Stellvertreter - pikant, denn beide traten bei der Kommunalwahl auch für das Bürgermeisteramt an.

Die Geschäftsordnung des Marktgemeinderats hat vorübergehende Weitergeltung, entschieden die Räte. Sie kommt in der nächsten Sitzung erneut zur Sprache. In die Versammlung der Verwaltungsgemeinschaft (VG) schickt Elfershausen seinen Bürgermeister und drei weitere Ratsmitglieder. Hier standen der CSU, der SPD/FWG und der Neuen Liste je ein Platz zu, den Alfons Hausmann, Jürgen Englert und Angelika Kohlhepp besetzen. In der Schulverbandsversammlung vertreten der Bürgermeister, Benedikt Müller und Simone Berned dem Markt. Für die Allianz "Fränkisches Saaletal" werden neben Johannes Krumm Volker Partsch als Rat und Angelika Kohlhepp als Rechnungsprüferin präsent sein. Den internen Rechnungsprüfungsausschuss bilden Vorsitzender Felix Geisel, Benedikt Müller, Tobias Warter, Volker Partsch und Ursula Mützel.

Den Bauausschuss besetzen neben dem Bürgermeister Jürgen Seit, Alexander Porkristl, Elmar Zier und Jürgen Simon. Für den Kindergarten- und Jugendausschuss, dem der Bürgermeister und vier Ratsmitglieder angehören, schlug Krumm vor, keinen Ausschuss zu bilden, sondern Arbeitskreise praktizieren zu lassen. Dies traf auf Widerstand von Partsch, der "gerade jetzt, beim Bau des neuen Kindergartens, einen Ausschuss mit seiner Autorität" für wichtig erachtete. "Dies sind vereidigte Gemeinderäte, Bürger von außen können bei den vielen Aufgaben gerne dazukommen", argumentierte er. Englert wies darauf hin, dass es sich nicht um einen beschließenden Ausschuss handelt. Ein Ratsbeschluss musste die Lösung herbeiführen und dieser fiel mit 5 gegen 8 Stimmen gegen die Bildung eines Ausschuss.

Die Bestellung des Standesbeamten mit beschränktem Aufgabenbereich wird mit der Verwaltungsgemeinschaft abgestimmt. Nachdem die Stadt Hammelburg ab dem nächsten Jahr die Standesamtsaufgaben übernimmt, können nur noch Bürgermeister ab diesem Zeitpunkt Eheschließungen vornehmen. Der Markt beauftragte damit den Bürgermeister und seine Stellvertreter und spricht dies noch mit Fuchsstadt ab.