Erfüllen sich die Aussagen des Planers, wäre die Erschließung des Machtilshausener Neubaugebiets "Am Kehrweg II" zum 1. Juli nächsten Jahres fertiggestellt. Acht Baugrundstücke und rund 100 Meter Straße, bestückt mit den notwendigen Versorgungs- und Entsorgungsleitungen, stünden bauwilligen Familien zur Verfügungen, an denen es dem Gemeindeteil nicht mangelt.

Erweiterung möglich

Wie Jürgen Hillenbrand vom Büro Auktor ausführte, wird das neue Wohngebiet an die Straße Am Kreuzberg direkt angebunden. Dabei berücksichtigt die Planung auch einen Anschluss des Feldweges, der bei einer möglichen Erweiterung dienlich sein könnte. Dieser erhält eine Einfahrt, der restliche Weg würde vorläufig geschottert.

"Am Kreuzberg II" schlug Hillenbrand ein Kanaltrennsystem vor, das Schmutz- und Niederschlagswasser separat abführt, wobei das Regenwasser in ein Versickerungsbecken in der nahen Umgebung läuft. Das geplante Beckenvolumen beträgt 280 Kubikmeter bei einer Wassertiefe von 55 Zentimetern.

Die Wasserversorgung sieht Anschlüsse bis an das Grundstück vor sowie mehrere Unterflur- und Oberflur-Hydranten. Hinzu kommen die Leitungen für Strom, Telefon, Internet, Straßenbeleuchtung und ein Leerrohr.

Den Regelquerschnitt der Straße will der Ingenieur nach den Vorgaben eines Bodengutachtens erstellen. Niederschlagswasser soll - soweit nicht abgeführt - am Straßen- oder Gehwegrand versickern, respektive den Hang hinablaufen. Die Sackstraße wird zudem mit Baumscheiben ausgestattet, die ebenfalls Wasser aufnehmen können.

Auf maximal vier Monate Bauzeit fixiert, belaufen sich die Erschließungskosten auf geschätzte 388 000 Euro. Dies sind die reinen Baukosten, die Baunebenkosten, den Grunderwerb, Vermessungen und Untersuchungen sowie den Artenschutz nicht berücksichtigen. Mit der Zustimmung des Gemeinderats ist die Submission für das Projekt für Mitte Januar festgelegt.

Die als Tagesordnungspunkt vorgeschlagene Erstellung eines Leitbilds des Marktes Elfershausen bis ins Jahr 2026 wurde auf Antrag von Volker Partsch mit knapper Mehrheit vertagt. Der Gemeinderat fand es zwar richtig, dieses Thema in die öffentliche Sitzung aufzunehmen, doch sei noch Diskussionsbedarf gegeben. Zudem nähmen die Ausführungen zu viel Zeit in Anspruch.

Bürgermeister Johannes Krumm gab im Anschluss gefasste Beschlüsse aus nichtöffentlicher Sitzung bekannt. So holte die Gemeinde drei Angebote für einen Glasfaseranschluss in der Langendorfer Johannes-Petri-Schule ein. Die Verwaltung stellt einen Förderantrag, bei positivem Bescheid kann der Auftrag vergeben werden. Den Friedhofsvertrag betreffend, einigte sich das Ratsgremium im Rahmen der Bestattungsvertrags-Aktualisierung auf die Institute Apfelbacher & Fehr sowie das Bestattungsinstitut Meder. Zum Neubau des Feuerwehrgerätehauses ist ein Sicherheits- und Gesundheitsschutz-Koordinator bestellt.

Nicht überall wird geräumt

Bei 21 untergeordneten Verbindungswegen, die offiziell nicht geräumt und gestreut werden, kommt der Markt seiner Verantwortung nach und schilderte diese Wege entsprechend aus. Der Bauhof räumt hier aus Kapazitätsgründen nur sporadisch. Die Kosten für die Warnschilder schätzte Krumm auf rund 1500 Euro, die Räte stimmten mehrheitlich zu.

Angelika Kohlhepp wies auf die schlecht ausgeleuchtete Bushaltestelle in Elfershausen hin. Diese wie auch die Bushaltestelle in Machtilshausen sind Thema in der nächsten Sitzung. Die Bürgerversammlungen finden wegen der Sicherheitsregeln zu einem späteren Zeitpunkt statt.