Für die Bahnhofstraße hat die städtische Bauverwaltung dem Stadtrat eine Umplanung vorgeschlagen: "Wir können es so nicht realisieren", begründete Stadtbaumeister Detlef Mohr die Änderung. Es geht um die Beleuchtung: Aktuell hängen über der Baustelle Leuchten in der Straßenmitte, die an den Häusern befestigt sind. Geplant war ein Ersatz mit Stützmasten auf beiden Seiten und weiterhin Hängeleuchten. Aber: "Wegen zahlreicher eng an den Hauswänden verlegter Leitungen seien die geplanten Mast-Fundamente nicht möglich. Größere Koffer-Fundamente seien ebenfalls vermutlich nicht oder nur deutlich teurer umsetzbar. Deshalb setzt die Bauverwaltung auf Mastleuchten ähnlich denen am 2016 neu gestalteten Viehmarkt.

Modell nicht weitergeführt

Laut Mohr habe eine Firma 2016 für den Viehmarkt eigens ein "Modell Hammelburg" entwickelt: LED-Scheinwerfer strahlen von unten einen Reflektor an, der dann das Licht auf den Boden verteilt. "Weil keine Folgeaufträge kamen, wurde das Modell nicht weitergeführt", berichtete Mohr. Die Firma habe aber ein ähnliches Modell im Programm, für die Bahnhofstraße soll es nur rund 1,50 Meter höher ausgeführt werden.

Laut Mohr gibt es bereits ein Beleuchtungskonzept, das wechselnde Standorte auf beiden Seiten der Bahnhofstraße vorsieht. Berücksichtigt worden sei auch, dass es möglichst wenig Streulicht in Gebäude hinein gebe. Nach den Worten des Stadtbaumeisters sei auch geklärt, dass die Leuchten im Kostenrahmen bleiben und die Regierung von Unterfranken die Änderung der Straßenbeleuchtung trotzdem fördert. Die Lösung könne zum einen sogar billiger kommen und sei zum zweiten auch kurzfristig umsetzbar, warb Mohr für die veränderte Planung.

Sorge vor "unruhiger" Wirkung

"Das macht die Bahnhofstraße deutlich unruhiger", kommentierte 3. Bürgermeister Christian Fenn (Junge Liste) die Idee, die Mastleuchten abwechselnd an der West- und der Ost-Seite der Straße zu platzieren. Zudem plädierte der Hobby-Fotograf, dass auf die Licht-Verschmutzung geachtet werde: Die Lampen sollten so eingestellt sein, dass sie wirklich nur nach unten Licht abstrahlen. SPD-Stadträtin Rita Schaupp forderte, dass in Zukunft bei solchen Beschlüssen mehr Informationen, vor allem Fotos der geplanten Lampen, vorgelegt werden.

Trotzdem Weihnachtslichter

Auf Nachfrage der Grünen Stadträtin Monika Horcher stellte Mohr klar, dass es auch bei einem Verzicht auf Hängeleuchten weiterhin eine Weihnachtsbeleuchtung über der Bahnhofstraße geben wird. Eine größere Diskussion entfachte sich insgesamt zum Thema Straßenbeleuchtung: "Wir haben eine große Vielzahl von Lampen", sagte CSU-Stadtrat Patrick Bindrum. Anstelle von Sonder-Lösungen wünschte er sich eine günstige Standard-Leuchte, die nach und nach im gesamten Stadtgebiet eingesetzt werden könnte. Laut Stadtbaumeister Mohr sind bereits alle Straßenlampen in der Stadt auf LED umgerüstet. Dabei seien auch einige Modelle ausgewechselt worden. "Wir haben die Anzahl bereits deutlich reduziert."

Trotz der längeren Diskussion fiel am Ende die Entscheidung einstimmig für die Stehlampen in der Bahnhofstraße.

Bauhof Weil der Lkw des Bauhofes mittlerweile 17 Jahre alt ist und 217 000 Kilometer auf dem Tacho hat, soll es Ersatz geben: Der Stadtrat stimmte der Beschaffung des 18-Tonners "Mercedes Arcos" für rund 140 800 Euro zu. Außerdem sollen ein Schneepflug und ein Streuer für zusammen rund 42 200 Euro angeschafft werden. Trotz langer Lieferzeit regte der Stadtrat an, dass der Kauf noch heuer abgewickelt wird, um die günstigere Mehrwertsteuer auszunutzen. Das alte Fahrzeug soll übers Internet verkauft werden.

Breitband Über den so genannten Höfebonus sollen drei abgelegene Einzel-Objekte im Stadtgebiet innerhalb der kommenden sechs Monate neue Breitband-Anschlüsse bekommen: Der Sodenberg, der ADAC-Platz sowie die Gärtnerei an der Gemarkungsgrenze zu Fuchsstadt sollen in Zukunft mit mindestens 250 Megabit pro Sekunde surfen können. Das einzige Angebot für die Arbeiten kam von den Hammelburger Stadtwerken, der Stadtrat stimmte der Auftragsvergabe für rund 68 400 Euro zu.

Radweg Laut Stadt-Verwaltung will das Staatliche Bauamt Schweinfurt vermutlich im Jahr 2022 die Bundesstraße zwischen Obereschenbach und der Grenze zum Landkreis Main-Spessart erneuern. In diesem Zusammenhang soll im Wald neben der Straße auch ein Radweg gebaut werden. Der Stadtrat stimmte den Plänen für den gut zwei Kilometer langen Radweg grundsätzlich zu. Es soll ein bestehender Wirtschaftsweg genutzt und drei Meter breit ausgebaut werden. Die Kosten für die größere Breite als üblich und den stärkeren Unterbau muss die Stadt übernehmen, die Verwaltung schätzte diesen Anteil auf rund 80 000 Euro.

Schule Im Digital-Pakt Schule gibt es ein Sonderbudget für Leihgeräte. Der Stadtrat stimmte zu, dass bis zum neuen Schuljahr 25 Laptops mit Rucksack für Schüler der Grund- und Mittelschule angeschafft werden, die keine oder zu wenige eigene Computer in der Familie haben. Die Kosten von rund 39 000 Euro werden komplett über Bundesmittel bezuschusst.rr