Vor allem die neu gewählten Stadträte wurden gleich ins kalte Wasser geworfen: Während eine der letzten Sitzungen des alten Bauausschusses nur 15 Minuten dauerte, tagte das neue Gremium gleich bei seiner ersten Sitzung alleine zweieinhalb Stunden öffentlich. 15 Bauanträge quer durch alle Stadtteile und etliche weitere Themen standen auf der Tagesordnung. Dabei waren auch einige umstrittene Pläne. "Wir müssen uns immer mit den Wünschen und Vorstellungen der Bauherren auseinandersetzen", sagte Stadtbaumeister Detlev Mohr. Trotz einiger Nachfragen und fehlender Unterschriften von Nachbarn wurden aber fast alle Bauanträge sogar einstimmig genehmigt.

Lediglich beim Neubau eines Wohnhauses mit Einliegerwohnung an der Seeshofer Straße in Hammelburg gab es zwei Gegenstimmen. Das Gebäude soll auf einem Hinterlieger-Grundstück entstehen, zur Seeshofer Straße hin ist es zwei-, zum Rechbach dreigeschossig. Mohr erachtete das Gebäude auch auf Grund des flachen Grasdaches als städtebaulich vertretbar. Weshalb Norbert Schaub (SPD) und Edmund Schaupp (H.A.B.) trotzdem dagegen stimmten, begründeten sie nicht.

Zwei Projekte in der Altstadt

Einhellig begrüßt wurden zwei Projekte in der Altstadt: In der Dalbergstraße will sich Kathrin Sell einen Blumenladen bauen. Den Abriss des bisherigen Gebäudes hatte bereits der frühere Bauausschuss genehmigt, nun ging es um den Neubau über den beiden historischen Gewölbekellern. Der Sanierungsbeirat hat dem Vorhaben bereits zugestimmt. Dem Bauausschuss war lediglich wichtig, dass die Dalbergstraße möglichst selten gesperrt ist. "Jeder Tag mehr lohnt sich", hofft CSU-Stadtrat Patrick Bindrum auf freie Fahrt - vor allem wegen der Baustelle in der Bahnhofstraße.