Eine Last aus Vorgängerzeiten liegt auch dem neuen Gemeinderat schwer auf den Schultern. Die Funkmasterrichtung in der Gemeinde kommt nicht in die Gänge, während im Landkreis schon die ersten 5G-Funkzellen in Betrieb gehen. Streitschwerpunkt ist der Mast-Standort, an dem die Meinungen der Telekom und der Mandatsträger auseinander gehen.

Mast lieber am Hochbehälter

Während der Anbieter - mit gesetzlicher Verpflichtung beauftragt - die Industriestraße bevorzugt, möchte der Rat den 25-Meter-Mast lieber im Wald hinter dem Hochbehälter einsortieren - in sicherem Abstand zum Wasserbehälter, der Strahlung wegen. Dort fehlen jedoch Versorgungsleitungen, deren Bau eine enorme Summe verschlingen würde.

Ein Gutachter bestätigte, am Hochbehälter - nicht im Wald - ist der beste Standort. Der ist aber absolut ungeliebt. Willibald Kippes sah eine mögliche Lösung darin, weitere Standorte in Erwägung zu ziehen. Käme vielleicht ein kleinerer Mast auf dem Rathaus in Frage? Nein. Das ist nach Meinung des Gutachters auch nicht optimal. Neben dem Waldfriedhof ? Auch hier liegen keine Versorgungsstränge.

Dabei waren sich die beiden Kontrahenten vor einigen Monaten schon fast einig, erinnerte sich Martin Keller. Der Vertrag lag schon auf dem Tisch, formulierte Keller. Offenbar scheiterte der Deal an Details, zum Beispiel am Entgelt, das die Telekom leisten solle. "Wir sollten nicht zurückgehen wo wir bereits angelangt waren", riet Bernd Stöth.