Heimatbewusstsein und der Sinn für Kunst sind im MuseumTerra Triassica bei der Ausstellung unter dem Titel "Kunst geht fremd und bekennt Farbe" eine Verbindung eingegangen. Direkt neben den rund 250 Millionen Jahre alten Fossilen der Triaszeit fanden die künstlerischen Arbeiten recht junger Menschen aus der benachbarten Kindertagesstätte und der Euerdorfer Einhard-Grundschule Platz. Jetzt wurde mit einer kleinen Schlussveranstaltung (Finnissage) das Ausstellungsende eingeläutet.

Zufrieden mit der Besucherresonanz äußerte sich Museumsleiterin Martina Wilm-Kiesel. Sie sprach sogar von einer "zeitweise Verdopplung" der Besucherzahlen. Einen Einblick in die Entstehung der jungen Kunstwerke gaben Leonie Horn und Cicero Isabell von der Leitung der Euerdorfer Kindertagesstätte Paradiso und stellvertretende Grundschulleiterin Andrea Schäfer. Farbenfrohe Resultate seien durch ungewohnte Techniken entstanden. So zum Beispiel durch in frische Farben eingetauchte Fäden, die auf dem Papierblatt landeten. Nach dem Zusammenfalten des Blattes und dem Herausziehen der Fäden sei ein spektakuläres und farbenfrohes Bild entstanden. Bei weiteren Techniken seien auch Schwämme und Pinsel zum Einsatz gekommen. Ab wann ist es Kunst? "Es liegt im Auge des Betrachters", meinte Wilm-Kiesel.

"Durchaus sehenswert", meinten die großen und die kleine Besucher. So ganz nebenbei wurde den Gästen des Museums bewusst, dass die Region rund um Euerdorf, das so genannte Germanische Becken, vor ewig langer Zeit unter Wasser gestanden hat. Beweis sind die versteinerten Meerestiere.

Besondere Beachtung fand auch das Kieselholz aus dem mittleren Keuper, eine Leihgabe des Museums Obere Saline Bad Kissingen. Die 16 unterfränkischen Museen sind vernetzt und reichen Leihgaben untereinander weiter. Seit vielen Jahren gibt es im Museum Terra Triassica wechselnde Kunstausstellung. Die jüngste war seit Juli zu sehen.