Auch nach dem Generationenwechsel im Ramsthaler Weingut Keller sieht sich das Haus der Tradition und Geschichte des Weinbaus verpflichtet. Der Vater Adolf Keller hat sich bereits seit vielen Jahren für den Erhalt und die Pflege des ältesten Ramsthaler Weinberges eingesetzt. Hier wachsen Weinstöcke, deren Namen man heute kaum noch kennt. Auf der kleinen Fläche findet man unter anderen Sorten wie Muscaris, Elbling, Grüner Muskateller, Heunisch und Weißer Räuschling. Der lange Zeit als ausgestorben geltende Heunisch ist neben dem Traminer bei Kreuzungen eine der Stammsorten vieler heutiger europäischer Rebsorten. Der alte Weinberg befindet sich im unmittelbaren Anschluss an den Ramsthaler Terroir f - Punkt und ist leicht daran zu erkennen, dass die Reben nicht wie üblich an Drähten gezogen werden, sondern freistehend an Pfählen. Diese Pfähle werden von Adolf Keller in alter Art und Weise aus gespaltenen Eichenästen gemacht. Während heute überwiegend maschinelle Bearbeitung das Bild in den Weinbergen bestimmen, ist in diesem alten Weinberg noch echte Handarbeit gefordert. Rainer Keller und seine Schwester Karin haben es sich zum Ziel gesetzt, diesen Weinberg mit Unterstützung der Eltern weiter zu betreiben und einen Wein nur aus dessen Trauben zu erzeugen. Dieser Einsatz wurde jetzt belohnt, denn das Selection Genussmagazin prämierte den "2018er Ramsthaler Sankt Klausen Urramsthaler Kabinett trocken" mit einer Goldmedaille und vier Sternen. Mit 88 Punkten wurde der Wein als ausgezeichnet bewertet. Wegen der kleinen Rebfläche gibt es im Weingut nur eine begrenzte Menge von diesem besonderen Wein.