Die neu gewählten Mandatsträger in den Kommunal-Parlamenten stehen in den Startlöchern. Am 1. Mai beginnt ihre Amtszeit. Wann die konstituierenden Sitzungen stattfinden können, bleibt offen. Aber in einigen Gremien gibt es erhebliche Veränderungen. Neue Gesichter, neue Ideen, neue Wege?

Zu den neugewählten Stadträten in Hammelburg gehört auch die junge Obererthalerin Maria Pfaff. Mit gerade mal 18 Jahren ist sie die einzige gewählte Rätin aus dem Stadtteil und - nach Gemeindeordnung von 1952 - auch Ortsbeauftragte, die jüngste in der Nachkriegsgeschichte der Saalestadt. Die Schülerin am Frobenius-Gymnasium tritt damit die Nachfolge vom Hans Schönau an, der nicht mehr für das Amt des Ortssprechers kandidierte.

Als gebürtige Obererthalerin ist Maria Pfaff verwurzelt in ihrer Heimatgemeinde und aktives Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr und der Obererthaler Dorfmusik. Den "Job" als Ortsbeauftragte muss sie zwingend übernehmen, da kein weiterer Amtsträger aus dem Stadtteil gewählt wurde. Schlägt sie diese Berufung aus, verliert sie laut Gemeindeordnung ihr Ratsmandat.

Im nächsten Jahr will sie ihr Abitur ablegen. Danach schwebt ihr eine Ausbildung als Bauzeichnerin vor, und sie möchte Architektur studieren. Die Aufgaben als Ortsbeauftragte will sie in dieser Zeit jedoch ebenfalls wahrnehmen. Zwar ist sich die junge Frau noch nicht sicher, wie man Schulabschluss, das Studium und die kommunalpolitische Verantwortung für einen Stadtteil zusammenführt, allerdings kann sie auf ihren Vorgänger, Hans Schönau, zählen, der sie dabei unterstützt.