Das Fest des St. Leonhard ist für die Bürger des Stadtteils etwas Besonderes, denn der Heilige ist Kirchenpatron in Pfaffenhausen. Nach ihm ist auch das Gemeinde- und Vereinshaus im Ort benannt.
Der Heilige - in der Merowinger-Zeit ein leidenschaftlicher Verfechter des christlichen Glaubens - ist unter anderem Schutzpatron der Tiere, insbesondere der Vierbeiner, die dem Menschen die Arbeit erleichtern wie Pferde, Kühe oder Esel und in der Neuzeit auch der Landwirtschafts-Geräte.

Ein christlicher Brauch

Die Segnung der Tiere und Maschinen besitzt in Pfaffenhausen eine lange Tradition. Nach dem Sonntags-Gottesdienst spendete Pfarrvikar Sebastian Raj Murphy den Segen auf dem Kirchenvorplatz und bat um den Schutz und die Gesundheit der Tiere, die den Menschen helfen. "Wir sollten unsere vierbeinigen Helfer als Mitgeschöpfe achten", fügte er hinzu.
Zum christlichen Brauch waren Reiter aus verschiedene, umliegenden Orten eingetroffen, zum Beispiel aus Euerdorf, Traktoren waren poliert und aufgefahren, und auch "Willi" der Esel von Reinhard Budewitz, der eine gewisse Berühmtheit in Hammelburg erworben hat, erhielten Gottes Segen.

Backofen wird renoviert

Die Kirchweih, die die Pfaffenhausener mit diesem Fest feiern, fiel heuer allerdings etwas kleiner aus, denn der Gemeindebackofen muss noch renoviert werden, wie Anneliese Kleer vom Kirchenvorstand berichtete. Doch sie hatte gleich eine gute Nachricht parat: Im nächsten Jahr soll es zur Kirchweih aber wieder den traditionellen Plootz aus dem Backofen geben, erklärte sie.