Den Bombenangriff vor 69 Jahren auf das Dorf, der kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges noch 32 Menschen das Leben kostete, brachte der Ortsbeauftragte Georg Ullrich (WG) in Erinnerung. Zur Bürgerversammlung trafen sich die Windheimer im gut gefüllten Versammlungsraum des Feuerwehrhauses.

Bürgermeister Jürgen Karle (FWG) ging in seinem Rechenschaftsbericht auf die sanierte Ortsdurchfahrt und die nahezu fertig sanierten Abflusskanäle ein. Die Asphaltierung des Tannenberges sei in Arbeit. Ob der Brennerweg heuer komplett fertig gestellt wird, wollte Karle zurzeit noch bezweifeln.

"Aufklärung tut Not", warb Andreas Lutz (Genussbrennerei) um noch mehr Information für die Besucher. Führungen und Wanderungen seien voll und ganz im Interesse der Edelbrenner, so Lutz. "Wir brauchen die Unterstützung dieser Brenner, die zum Beispiel bei den Tagen der edlen Brände ihre Hoftüren öffnen", betonte Karle. "Unsere Gemeinde will den Brennerweg", ging Karle auf eine Nachfrage aus dem Saal ein, die den Erfolg von größeren Investitionen in Frage stellte. "Das Alleinstellungsmerkmal der großen Brennereiendichte und der Streuobstvorkommen öffnet uns die Türe zum Tourismus", so Karle. Und froh sei er, wenn die Brennereien mit im Boot säßen. "Auch das Kelterfest gehört zu den beispielhaften Erlebniselementen in diesem Sinn", bestätigte Werner Ziegert.

Als versteckte Drohung hatte ein Anwohner die Mitteilung im Gemeindeblatt empfunden, die noch im alten Jahr zur Meldung von Holzlagern auf öffentlichem Gelände aufgefordert hatte.

Keine Frage der Pachteinnahmen

"Schon im Vorfeld hat es genügend Hinweise gegeben", machte Karle deutlich. Das Zeitlimit für die Meldungen sei zum Jahreswechsel abgelaufen. "Es geht bei dieser Maßnahme eher um die Ordnungsübersicht als um die Pachteinnahmen", so Karle.

Benachteiligt fühlten sich einige Holzrechtler, wenn sie in ihrem zustehenden Ster immer mehr Polterholz finden. "Da ist die Gemeinde Wartmannsroth aber nicht die richtige Adresse", wies Karle auf den hauptsächlichen Waldeigentümer rund um Windheim, das Juliusspital Würzburg, hin. Ihren Ärger äußerten die Anwohner auch über die "Riesenlöcher" in der Verbindungsstraße zur B 27, die offenbar durch schwere Holztransporter verursacht wurden. Weitere Meldungen betrafen die Themen Oberflächenwasser, Friedhof-Unkraut und die Beleuchtungssituation am Ortsrand.