Der Sportverein wünscht sich ein zweites Spielfeld als Trainings- und Jugendplatz. Genügend Raum ist auf dem Sportgelände vorhanden, das nötige Geld allerdings nicht. SV-Vorsitzender Ulli Kaiser und Beirat Jürgen Stumpf erörterten die Möglichkeiten einer Unterstützung der Gemeinde in der Ratssitzung.

Es geht um 77 000 Euro für ein 40 mal 60 Meter großes Spielfeld in der nordöstlichen Ecke des Sportgeländes in Naturrasenausführung. Der BLSV signalisierte bereits eine mögliche Förderung von circa 55 Prozent. Der SV bat um eine Beteiligung der Gemeinde und die Vorfinanzierung des Projekts für zwei bis drei Jahre. Bürgermeister Thomas Hack und die Räte sahen die Maßnahme vor allem unter dem Aspekt der Jugendarbeit und gewährten einmütig einen Zuschuss von 10 000 Euro sowie die Vorfinanzierung.

Zufriedenstellend versorgt

Senioren ab 65 Jahren fühlen sich in Aura zufriedenstellend versorgt. Die Aussage ist das Ergebnis einer demografischen Erhebung des Regionalmanagement des Landkreises, dem eine Senioren- und Gemeindebefragung zugrunde liegt. Projektmanagerin Antje Rink stellte die Studie einschließlich Handlungsmöglichkeiten in der Ratssitzung vor.

Beim Thema Verkehrsinfrastruktur schneidet Aura bei der Frage nach dem Radwegausbau bei älteren Einwohnern gut ab. Handlungsbedarf sahen die Senioren jedoch beim Nahverkehr, speziell bei der Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel und Einkaufsmöglichkeiten. Hier schlägt sich das Fehlen eines Lebensmittelladens im Ort nieder. Nach Senioreneinschätzung ist es damit in Aura im Vergleich mit anderen Landkreis- Kommunen am schlechtesten bestellt. Auch die Versorgung von Post-Dienstleistungen wird eher negativ bewertet.

180 Bürger über 60 Jahre

Geringfügige Empfehlungen gibt es bei "Gesellschaftlicher Teilhabe", Angebote im Bereich Bildung und "Bürgerschaftliches Engagement". Die Pflege betreffend, wohnen in Aura aktuell 180 Bürger über 60 Jahren. Diese Zahl steigt nach Dafürhalten des Managements in den nächsten zehn Jahren auf 230 Personen. Senioren werden zu zwei Dritteln zuhause gepflegt. Der Landkreis bietet auf diesem Sektor ebenfalls eine breite Palette von Versorgungs-Leistungen an, von Kurzzeit- über die Tages- bis hin zur stationären Pflege.

"Es läuft vieles von alleine in so einer kleinen Gemeinde", stellte Rink fest. Doch auch der Kreis kann vielschichtige Angebote bieten, von der Seniorenbeauftragten über fachliche Unterstützung und Wohnberatung. Für Jugendliche empfiehlt das Regionalmanagement unter Leitung von Cordula Kuhlmann identitätsstiftende Maßnahmen, wie die Einbindung in Ehrenämter, politische Bildung oder Mitgestaltung in der Kommune. Auskunft über spezifische Handlungsfelder und Möglichkeiten erteilt Antje Rink unter Tel.: 0971/ 801 5201 oder per E-Mail: antje-rink@kg.de.

Das idyllische Dorf an der Saale will und muss mit der Realität Schritt halten. Technische Neuerungen und neues Bauland sind daher notwendig wie zum Beispiel das neue Wohnbaugebiet "Am Hahn III", für das die Gemeinde Geld braucht. Für Abwasser und Wasserversorgung schlagen rund 250 000 Euro zu Buche wovon 100 000 Euro schon Anspruch genommen wurden.

Zur Erschließung des neuen Wohngebiets bedarf es jedoch weiterer 460 000 Euro Kredit, die das Gremium - wie auch die Summe für Kanal und Wasser - einmütig genehmigte. Schnell einigten sich die Räte zur Widmung der Straße Am Hahn III, die den Namen "Klosterblick" trägt. Zur Bepflanzung der Grünflächen im Baugebiet holt die Gemeinde einen Kostenvoranschlag eines Landschaftsgärtners ein.

Ein Defizit von mehr als 10 000 Euro entstand heuer dem Natur-Bad. Hier machte sich die Pandemie-Krise bemerkbar, die nur eine begrenzte Anzahl von Badegästen erlaubte. "Weniger Einnahmen standen auch weniger Ausgaben gegenüber", tröstete Bürgermeister Thomas Hack. Viel Lob gab es für den ordnungsgemäßen Ablauf.

Eingangs der Sitzung bestätigten Bürgermeister und Räte die gewählten Feuerwehrkommandanten, Marcel Weisensel und seinen Stellvertreter Johannes Kaiser. Einstimmig gab das Gremium dem Antrag des Kreis-Caritasverbands statt und spendet für das kommende Jahr 50 Cent pro Einwohner Auras, in Summe 433 Euro.

Grünes Licht erhielt die Bauvoranfrage zur Errichtung eines Wohn-Doppelhauses am "Wässerungsweg". Auch der Ausbau einer Dachgeschosswohnung und eines Hofladens im Schafhof passierte ohne Einwände. Auf Anregung des Bürgermeisters soll der Friedhof ein kleineres Urnengräberfeld erhalten. Ein Planer wird dazu beauftragt. Ein neuer Anbau am bestehenden Vereinsheim gibt dem Obst- und Gartenbau-Verein (OGV) mehr Raum. Der OGV plant im Frühjahr die Bänke am Missionskreuz zu erneuern.