Die noch junge Werbegemeinschaft Bad Brückenau (WBB) ist auf einem guten Weg. Das zeigte der zweite Workshop zum Thema Innenstadtentwicklung, bei dem noch einmal detailliert die Ergebnisse des ersten Treffens von Mitte Juli aufgearbeitet und durch geplante Maßnahmen konkretisiert wurden.
Man wolle künftig die erkannten Schwächen minimieren und die durchaus vorhandenen Stärken optimieren, waren sich die Geschäftsleute einig.
Bei ihrem Engagement zählen sie auch auf die Hilfe der Stadt, da einige Dinge wie beispielsweise eine bessere Beschilderung in den Bereich der Verwaltung fallen.


Mangelnde Information

Mittlerweile liegen die Ergebnisse einer Befragung von Gästen im Staatsbad vor, über die Moderator Christian Bitter von der Cima Beratung und Marketing GmbH informierte. Bei dieser Stichprobe habe sich gezeigt, dass im Staatsbad unter anderem ein Geschäft zur Nahversorgung, ein Bäcker, Tanzlokal oder Bar und sogar ein Briefmarkenautomat vermisst würden. Auch sei vielen Besuchern wegen mangelnder Informationen überhaupt nicht klar, wie sie in die Innenstadt gelangen.


Gespräche sind nötig

Hier zeige sich wieder einmal, so der Tenor aus den Reihen der WBB, dass es bei der Zusammenarbeit zwischen Stadt und Staatsbad dringenden Optimierungsbedarf gebe. Bitter will versuchen, Kurdirektorin Andrea Schallenkammer und die Brückenauer Einzelhändler zu einem konstruktiven Gespräch an einen Tisch zu bringen. Ohnehin stand das Thema Kommunikation mehrfach im Mittelpunkt des Workshops. Bitter machte in diesem Zusammenhang deutlich, dass sich die Geschäftsleute nicht nur untereinander oder mit den Kunden austauschen müssten, es gelte darüber hinaus, regelmäßig Kontakte zu den politisch Verantwortlichen zu pflegen.
Um den Bekanntheitsgrad der Innenstadt zu steigern, will man sich bei der WBB auch auf ganz neue Wege einlassen. So stieß der Vorschlag von Volker Wedde vom Handelsverband Bayern auf große Resonanz. Der Fachmann brachte ins Gespräch, einmal Kontakt mit dem Dienstleister "Stadtfokus" aufzunehmen, der auf verschiedenen medialen Schienen schon jetzt erfolgreich in mehreren Städten eine gemeinsame Werbung für die unterschiedlichsten Branchen betreibt. Da hier viel mit visuellen Effekten gearbeitet werde, komme das gut beim Kunden an.


Store Check

Große Hoffnung setzen die örtlichen Unternehmer auf einen Store Check, der für sie kostenlos ist. Diese Maßnahme wird im Rahmen eines Förderpreises von der Günther Rid-Stiftung finanziert und soll Mitte Oktober über die Bühne gehen.
/>Zur Belebung der Innenstadt könnten sich einige Geschäftsleute auch wieder die Installation eines regelmäßigen Frischemarktes vorstellen. Auch wenn es diese Einrichtung in der Vergangenheit schon einmal gegeben habe und sie dann wegen mangelnder Resonanz wieder verschwunden sei, sollte man das laut Bitter durchaus im Auge behalten: "Die Zeiten ändern sich, einen erneuten Versuch wäre es wert." Adolf Dörflinger regte an, sich auch außerhalb der offiziellen Treffen mit den Kollegen wieder einmal zusammenzusetzen: "Ein gemütlicher Teil gehört einfach dazu."