Bad Kissingen. Ohne Chips, Nachos und Meckern, ehrlich, das hat super geklappt! Bis Dienstag. Zumindest was das Meckern anbelangt. Jetzt liegen zwei Euro von mir im Fasten-Brecher-Becher. Und warum? Weil ich wieder mal meine Klappe nicht halten konnte. Dabei ist meine Strategie echt gut durchdacht: Eine Situation erregt Ärger, der Meckersatz spukt im Hirn und will nach draußen - gleichzeitig schaltet sich der Mann im Ohr ein.
Den habe ich im mir extra für die Fastenzeit zugelegt und der sagt: Das geht auch positiv. Beispiel? Vor der Fastenzeit: Der blöde Rechner ist wieder total lahm heute. In der Fastenzeit: Mein Rechner gibt mir Zeit für eigene Gedanken. Eigentlich ganz einfach. Aber dann ist es doch passiert, beim Bilder versenden, da ging nichts durch, da kam nichts an und natürlich genau dann, wenn es eilt. Mann, hab ich geflucht! Zwei Mal hintereinander! Dass meine sauer verdienten Euro in der Sparbüchse der Schande klimpern statt im Eine-Welt-Laden zu landen, hat mich wieder auf den Weg gebracht. Auf in die neue Woche! Immerhin, Chips, Nachos und Knabberkram vermisse ich weniger als ich dachte. Allerdings saß auch niemand neben mir auf der Couch oder in der Kneipe, der Knusperzeug konsumiert hat. Verzicht fällt schon leichter, wenn niemand mit dem Objekt der Begierde vor der Nase rumwedelt. Mir fällt auf, dass ich - angeregt durch die Beispiele der Kollegen - sogar darauf achte, wo sich Industriezucker versteckt, wie viel Wurst auf dem Brot landet oder welches Gemüse aus der Region Saison hat. Bewegung habe ich genug und ich bin Nichtraucher - da brauche ich mir keine Gedanken zu machen. Es bleibt spannend. Wie viel Ärger werde ich vertragen ohne zu klagen? Meine Meditations-CD liegt bereit, sie soll mich unterstützen im Hier und Jetzt. Ommmm!