Schon zu Zeiten des verstorbenen Bürgermeisters Wolfgang Back hatte sich das Staatsbad Bad Bocklet einen neuen Gartenpavillon im Kurpark gewünscht, wie Bürgermeister Andreas Sandwall (CSU) und Kurdirektor Thomas Beck in der Gemeinderatssitzung erinnerten. Jetzt soll dieser Wunsch nach Jahren endlich in Erfüllung gehen. Das Ratsgremium genehmigte einstimmig einen entsprechenden Bauantrag der bayerischen Staatsbäder-Verwaltung.

In früheren Jahren stand etwa mittig auf der Sichtachse zwischen Brunnenbau und Saale ein historischer Pavillon. Da dieser allerdings im ständigen Ortswechsel zwischen Bad Bocklet und Bad Kissingen immer wieder ab- und aufgebaut werden musste, war er schließlich marode und unbrauchbar geworden. Längst sollte deshalb ein ausschließlich für Bad Bocklet bestimmter Ersatz folgen - "in besserer Bauform als der alte", wie der Bürgermeister im Ratsgremium mit Hinweis auf die aktuelle Planung ausdrücklich betonte.

Der Pavillon wird ein steinernes Fundament haben. Die darauf stehenden Metallstreben tragen eine hölzerne Dachkonstruktion, in der die vorgesehene Technik hochwassergeschützt eingebaut ist. Zwar darf es aus hygienischen Gründen keinen Wasseranschluss geben, da die Leitung keinen ständigen Durchfluss haben würde, aber Strom- und Wlan-Anschluss sind vorgesehen. So wäre der Pavillon für kleinere Konzerte nutzbar oder auch für Meditationsübungen an frischer Luft, deren Vorgaben man sich vor Ort aus dem Internet abrufen könnte, wie Kurdirektor Beck als Beispiel vorgab.

Die Sichtachse vom Brunnenbau über den neuen Pavillon hinaus zur Allee entlang der Saale werde nun wieder aufgewertet, freute sich der Bürgermeister. Mit der Inbetriebnahme des Neubaus rechnet er allerdings erst im Jahr 2021.