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Sandberg
Einweihung

Ein neuer Dorfplatz zum Verweilen

Mit einem offiziellen Festakt wurde der neue Dorfplatz von Sandberg seiner Bestimmung übergeben.
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Segnung des Dorfplatzes Sandberg durch Pfarrer Hubert Grütz. Foto: Marion Eckert
Segnung des Dorfplatzes Sandberg durch Pfarrer Hubert Grütz. Foto: Marion Eckert
"Es hat sich was getan in Sandberg": Jürgen Eisentraut vom Amt für Ländliche Entwicklung freute sich über den neuen Dorfplatz und dass so viele Bürger zum offiziellen Festakt gekommen waren. Die feierliche Übergabe wurde natürlich nicht ohne den kirchlichen Segen vorgenommen. Pfarrer Hubert Grütz stellt den Dorfplatz und alle Menschen, die hier feiern, ausruhen und sich treffen, unter den Segen und Schutz Gottes. Sandbergs Verbundenheit mit dem Kreuzberg zeigte die Anwesenheit von Pater Martin Domogalla und der Geschäftsführerin der Klosterbetriebe Angelika Somaruga.


Viele Veränderungen

Bürgermeisterin Sonja Reubelt dankte dem Amt für Ländliche Entwicklung, durch dessen Unterstützung ein weiteres Projekt im Rahmen der Dorferneuerung zu einem sehr gelungenen Abschluss gebracht werden konnte. Bis vor einigen Jahren war der Platz noch von der Alten Schule und dem Raiffeisen-Gebäude geprägt. Nach deren Abriss konnten der Ausstellungspavillon zum Schnitzstandort und im direkten Anschluss der Dorfplatz sowie Parkplätze für den Kindergarten geschaffen werden. Die Planungen haben bereits 2014 unter Bürgermeister Joachim Bühner begonnen.
Für den Erwerb des Raiffeisen-Gebäudes, den Abriss der Alten Schule sowie der Neugestaltung des Dorfplatzes seien Kosten in Höhe von 317 000 Euro angefallen. Davon habe das Amt für Ländliche Entwicklung einen Anteil in Höhe von 239 000 Euro getragen, so dass der Gemeinde ein Eigenanteil von 78 000 Euro verblieb. Die Mitgliedschaft in der Kreuzbergallianz habe der Gemeinde einen ILE-Bonus von zusätzlichen fünf Prozent Förderung gebracht, so dass für den Dorfplatz 77 Prozent staatliche Zuwendung gewährt wurden.


Bürger aktiv beteiligt

Die Dorferneuerung lebe von der aktiven Beteiligung der Bürger. Kein Dorferneuerungsprojekt könne ohne diese Beteiligung verwirklicht werden, so Reubelt. So würdigte sie den örtlichen Arbeitskreis mit Ute Holzheimer an der Spitze.
"Ich wünsche den Sandbergern, dass der Dorfplatz angenommen wird und ein fester Treffpunkt zum Austausch und geselligen Beisammensein für Alt und Jung wird", so die Bürgermeisterin. "Sandberg hat eine neue gute Adresse, einen neuen Dorfplatz zum Verweilen, zum Treffen und Feiern", befand auch Jürgen Eisentraut. Etwas abgeschirmt von der Hauptstraße sei ein Platz entstanden, der wesentlich zur Lebensqualität in der Gemeinde beitrage.
Die Dorferneuerung mit ihren kommunalen Projekten sei das eine, aber Dorferneuerung sei auch für private Maßnahmen im Dorferneuerungsgebiet möglich. Durch die öffentlichen Investitionen werden private Investition angeregt, zeigte Eisentraut auf. So seien bisher fast 70 Anträge beim Amt für Ländliche Entwicklung eingegangen mit zuwendungsfähigen Kosten in Höhe von 1,2 Millionen Euro und einem Zuschussvolumen von 220 000 Euro. Ausgezahlt wurden bereits an 17 Antragsteller fast 100 000 Euro. Er sprach von einem Förderprogramm, das den Bewohnern direkt zugutekomme. Die Dorferneuerung in der Gemeinde Sandberg sei mit der Übergabe des Dorfplatzes nicht abgeschlossen. Weitere Projekte stehen an, wie die Sanierung der Salzforststraße in Schmalwasser, die Neugestaltung des Kirchenumfeldes in Sandberg. Alle Sandberger Bürger lud die Bürgermeisterin ein, sich aktiv im Arbeitskreis einzubringen. Um das Thema Staatsstraßenverlegung und Umgestaltung des Kirchenumfeldes gehe es in der nächsten Sitzung, am Montag, 9. Mai, um 19 Uhr im Rathaus Sandberg.
Auch Eisentraut bat die Bürger, sich auch weiterhin aktiv einzubringen. In der Gemeinde Sandberg seien noch viele Visionen und Ideen vorhanden, einige von ihnen könnten in der Dorferneuerung noch umgesetzt beziehungsweise angestoßen werden.
Das Fest zur Dorfplatzeinweihung wurde musikalisch von den Sandberger Musikanten begleitet. Im Anschluss waren die Bürger zu einem Sektempfang eingeladen. Das gemütliche Beisammensein fand allerdings nicht auf dem Dorfplatz, sondern in der Festscheune statt, weil es doch recht kühl war.
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