Beim ersten Treffen der Senioren der Kissinger Herz-Jesu-Pfarrei Senioren im neuen Jahr musste der Hausmeister noch zusätzliche Stühle in den Versammlungsraum bringen. Alle wollten ihrer Brigitta noch einmal danken für anregende und gemütliche Stunden, "für Gedankenaustausch, Nachfrage, Anteilnahme, Zuhören und Feiern" wie es Diakon Christoph Glaser, der geistliche Begleiter der Senioren in seiner Laudatio ausdrückte.

Über 17 Jahre organisierte Brigitta Bohlig monatliche Treffs, Fahrten, gemütliche Kafferunden und Einstimmung zu den christlichen Hochfesten. "Gesundheitlich etwas angeschlagen, ist nun für mich der Zeitpunkt gekommen, kürzer zu treten" meinte die Seniorin fast entschuldigend, nicht ohne launig hinzuzufügen: "aber ich hoffe noch lange bei Euch dabei zu sein".
Danach musste die rüstige Seniorin -"eine Weile bin ich noch 84"- einen Ehrungsmarathon über sich ergehen lassen. Die Dekanatsvorsitzende der Senioren, Leopoldine Wiesner, gratulierte in gesetzten Reimen und überreichte die Dankesurkunde der Diözese, "von Bischof Friedhelm eigenhändig unterschrieben" wie sie betonte.
Diakon Glaser hatte nicht nur gute Wünsche für die Gesundheit und alttestamentarische Bibelworte des Propheten Elias für die Seniorin, er hatte auch einen Korb mit beziehungsreichem Inhalt "Brot, Wasser und Salz für das leibliche Wohl, Sonnenblumensamen für die Freude am Leben, Engel und Kreuz für die Begleitung des Himmels auf Deinen Wegen" mitgebracht. Mit Blumen und einem großen Geschenkkorb schlossen sich Kaplan Paul Reder und Diakon Axel Mager den Glückwünschen an. Auch die Helferinnen und Helfer des inneren Zirkels der Gemeinschaft und viele Mitglieder dankten "ihrer Freundin Brigitta".


Leitung wird künftig geteilt

Der Neujahrsempfang der Senioren wies aber auch in die Zukunft. Diakon Glaser freute sich mit Roswitha Raab und Ingrid Reith gleich zwei Nachfolgerinnen präsentieren zu können, die sich die Aufgaben teilen wollen wie sie in ihrer Vorstellung mitteilten. Die Donnerstagstermine um 14.30 im Gemeindezentrum sollen beibehalten werden. Auch ein Einkehrnachmittag der Pallottiner und Wallfahrten nach Fridritt, Maria Ehrenberg und Kiliani stehen auf dem Programm der Kissinger Herz Jesu Senioren. Bei selbstgemachten Kuchen gab es dann noch Gelegenheit zum Plaudern. Es ist ein seelsorgerisches Anliegen, dass sich der Seniorenkreis trifft. Das hilft Einsamkeit zu verhindern, meinte Diakon Glaser mit Blick auf die fröhliche Runde. "Vergelt"s Gott, Brigitta", fügte er hinzu.