Eigentlich sollten sich die Mitglieder des Bauausschusses mit dieser Frage beschäftigen: Wie sind die sieben Baumkübel in der Schönbornstraße so zu sichern, dass sich dort nicht so viele Unfälle ereignen? Am Ende stimmten sie jedoch darüber ab, die Kübel loszuwerden.

Hintergrund: An den Kübeln bleiben regelmäßig Autofahrer hängen. Dabei handelt es sich noch um vergleichsweise harmlose Schäden.
Dass es auch anders ausgehen kann, zeigt der Sturz eines Radfahrers im vergangenen Herbst (wir berichteten). Der Mann erkannte nach eigenen Angaben im Dunkeln die Kübel zu spät, rammte den ersten, stürzte und verletzte sich schwer an der Hand. Sein Vorwurf an die Stadt: Die Pflanzkübel sind nicht ausreichend gesichert. Die Polizei hat sich mittlerweile der Kritik angeschlossen und die Stadt aufgefordert, die Pflanzringe besser zu sichern: Die Kübel sollten mit großen, reflektierenden Warnbaken versehen werden. Außerdem sollte ein weißer Fahrstreifen die Kübel gut sichtbar von der Fahrbahn trennen.

"Die Stadt hat die Verkehrssicherungspflicht. Wir machen uns haftbar wenn etwas passiert", kommentierte Oberbürgermeister Kay Blankenburg (SPD) das Thema. Der Stadtrat müsse handeln.

Bernd Czelustek (SPD) beantragte, die Ringe komplett zu entfernen. Grünen-Stadtrat Richard Fix forderte das schon lange und freute sich über die Unterstützung. Er verwies auf die hohen Kosten: "Jährlich fallen 2000 Euro Reparaturkosten an den Kübeln an." Nahezu ein Drittel davon bleibe an der Stadt und nicht am Unfallverursacher hängen. Wolfgang Lutz (CSU) nannte es einen Schildbürgerstreich, dort Warnbaken anzubringen. Diese würden ebenso von Autos abgefahren und seien noch teurer zu reparieren. Also forderte auch er: Weg mit den Kübeln.
Der Bauausschuss hat den Antrag, die Pflanzkübel zu entfernen, mehrheitlich mit 10:1 Stimmen befürwortet. Die Abstimmung verlief ungewohnt harmonisch. Zuletzt hatte sich der Stadtrat im April über die Entfernung beraten. Damals stimmten 12:11 Räte dafür, dass die Kübel bleiben dürfen.