• Senior wurde Opfer eines Telefonbetrugs
  • Ihm wurden am 30.09.2021 200.000 abgezockt
  • Kriminalpolizei Schweinfurt gelingt schneller Fahndungserfolg
  • Vollumfängliche Beutesumme sichergestellt

Am vergangenen Donnerstag (30. September 2021) ist ein Senior aus dem Landkreis Bad Kissingen einem Telefonbetrüger zum Opfer gefallen. Dem Mann wurden 200.000 Euro abgezockt. Nun meldet das Polizeipräsidium Unterfranken gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Schweinfurt einen schnellen Fahndungserfolg. 

Bad Kissingen: Telefonbetrüger zocken Senior 200.000 Euro ab

An jenem Tag klingelte kurz nach Mittag das Telefon des Ehepaars im Landkreis Bad Kissingen. Am Apparat war eine in den Betrug verwickelte Frau: Sie behauptete, die Tochter der Senioren habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht. Die Staatsanwaltschaft und ein Richter würden nun eine Kaution in Höhe von 200.000 Euro verlangen, log sie weiter. Der Rentner erklärte sich für das Aufkommen der Kaution bereit, die Anruferin vereinbarte noch am Telefon die Übergabemodalitäten. Der Senior sollte die Summe an einen "Polizeikurier" übergeben.

Knapp zweieinhalb Stunden nach dem Telefonat kam es direkt vor der Wohnadresse des Seniors zur Übergabe: Der Mann übergab das Geld in einer Plastiktüte verpackt an den Abholer.

Der Betrug fiel ihm erst nach einem anschließenden Telefonat mit seiner richtigen Tochter auf. Daraufhin verständigte er umgehend die Polizei. 

Schneller Ermittlungserfolg: Beutesumme sichergestellt - Tatverdächtiger festgenommen 

"Die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken leitete unmittelbar nach Eingang des Notrufes umfangreiche Fahndungsmaßnahmen in die Wege, an der sich zahlreiche Streifenbesatzungen beteiligten", heißt es in der gemeinsamen Presseerklärung des Polizeipräsidiums und der Staatsanwaltschaft Schweinfurt. Kurz darauf gab es schon einen Ermittlungserfolg: Bei Poppenhausen im Landkreis Schweinfurt kontrollierte die Kriminalpolizei gegen 15.00 Uhr einen Mann, auf den die Täterbeschreibung zutraf.

Die Beamten stellten bei dem Verdächtigen die gesamte Bargeldsumme sicher, die der Senior zuvor übergeben hatte. Laut Angaben der Polizei handelt es sich bei dem Tatverdächtigen um einen 18-Jährigen, der in Deutschland offenbar keinen Wohnsitz hat. Er wurde vorläufig festgenommen und sitzt inzwischen wegen dringenden Tatverdachts des gewerbsmäßigen Bandenbetrugs in Untersuchungshaft. Derzeit sitzt er in einer Justizvollzugsanstalt ein.

Die weiteren Übermittlungen in dem Fall haben die Kriminalpolizei Würzburg unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft Schweinfurt übernommen.