Auf dem Kreuzberg wird es weiterhin keinen öffentlichen Gottesdienste geben. Zwar wäre es gemäß des Dekrets von Würzburgs Bischof Franz Jung und den damit verbundenen Rahmenbedingungen seit 4. Mai grundsätzlich wieder möglich, nichteucharistische Gottesdienste, also Wort-Gottesdienste ohne Kommunionspendung, Andachten oder eucharistische Aussetzungen zu feiern  - allerdings aufgrund von Vorgaben der Bayerischen Staatsregierung nur mit extremen Einschränkungen.

Das Kloster Kreuzberg liegt im Bereich der Pfarreiengemeinschaft "Am Kreuzberg, Bischofsheim", die zur Seelsorgeeinheit am Kreuzberg gehört, mit den weiteren Pfarreiengemeinschaften Oberelsbach und Sandberg. Das Seelsorgeteam hat beschlossen, vorerst keine öffentlichen Gottesdienste zu feiern. Das Kloster Kreuzberg schließt sich den Entscheidungen der Pfarreiengemeinschaften an.

Wie Pater  Georg Andlinger, Guardian des Klosters Kreuzberg, betonte, werden bis zum 16. Mai keine öffentlichen Gottesdienste oder Andachten stattfinden. Das monatliche Konzert in der Klosterkirche für den Monat Mai wurde abgesagt. Wie es danach weitergehen werde, sei offen.

Auch für die Franziskaner am Kreuzberg seien die Vorgaben des Bistums maßgeblich, betonte Pater Georg. Und nach diesen aktuellen Richtlinien wären 28. Personen in einem Gottesdienst am Kreuzberg zulässig. Die Richtlinien besagen, dass die Teilnahme am Gottesdienst nur nach vorheriger Anmeldung und der namentlichen Aufnahme in eine Teilnehmerliste möglich sei. Spontan einen Gottesdienst zu besuchen, sei somit ausgeschlossen.  Es gebe eine Höchstteilnehmerzahl und alle Mitfeiernden müssen zwei Meter Mindestabstand zueinander einhalten, weshalb nur jede zweite beziehungsweise dritte Bankreihe besetzt werden dürfe. Ein Ordner müsse am Eingang stehen, den Einlass anhand der Teilnehmerliste kontrollieren und jedem einen festgelegten Sitzplatz anhand eines Sitzplans zuweisen.