Wer sich in Unterfranken für ein Tier interessiert, der schaut auch gerne ins Tierheim nach Fulda. Dort wurden die Mitarbeiterinnen zu Zeugen einer Grausamkeit: Sechs Katzenbabys wurden in einer Plastiktüte gefunden - nur eins überlebte.

Einen grausamen Fund haben zwei Tierheim-Mitarbeiterinnen am vergangenen Donnerstag bei Schloss Fasanerie in Eichenzell gemacht: Sechs Katzenbabys, in einen Teppich eingewickelt, lagen in einer verknoteten Plastiktüte. Fünf von ihnen sind mittlerweile tot. "Kein Tier hat es verdient, weggeschmissen zu werden wie Müll", bringt es Tanja Rupp auf den Punkt. Sie arbeitet ehrenamtlich beim Tierschutz in Fulda und hat das Katzenbaby aufgenommen, das überlebt hat. Nun wird es von ihr aufgepäppelt.

Babykatzen in Plastiktüte ausgesetzt: Fünf Tiere erstickten

Ob die kleine Katze einen Schaden davon getragen hat, könne man aber auch erst feststellen, wenn das Tier älter ist. Tanja Rupp ist wütend auf den Menschen, der die Katzen bei Schloss Fasanerie weggeworfen hat. Die grüne Plastiktüte war mehrfach verknotet, wodurch die Tiere keinen Sauerstoff erhielten. "Der Teppich, in den sie eingerollt waren, war voller Blut. Einige von ihnen hatten eine Lungenentzündung", erzählt Rupp.

Zwei der Tiere waren bereits tot, als sie von Swenja Mathes und Vanessa Beyer am vergangenen Donnerstag, 5. August, gefunden wurden. Die beiden Frauen, die ehrenamtlich beim Tierheim Fulda-Hünfeld e.V. arbeiten, brachten die Katzenbabys zum Tierschutz - und so kamen sie in die Obhut von Tanja Rupp. Nun hofft Tanja Rupp, das eine Tier noch retten zu können, "denn es ist noch nicht über den Berg", wie sie berichtet.