In der Rekordzeit von 30 Minuten arbeitete der Riedenberger Gemeinderat den öffentlichen Teil in der jüngsten Sitzung ab. Die Räte waren, Corona geschuldet, wieder vom Sitzungssaal in den großen Gemeindesaal umgezogen, wo der nötige Abstand mehr als ausreichend eingehalten werden konnte. Größtenteils waren allerdings auch nur einige Genehmigungs- und Förderanträge zu bearbeiten.

Kämmerer Lothar Ziegler erläuterte die Stellungnahme der Staatlichen Rechnungsprüfungsstelle des Landratsamtes Bad Kissingen zur Haushaltssatzung und des Haushaltsplans der Gemeinde für 2020. Genehmigt wurde die Kreditaufnahme für dieses Jahr in Höhe von 600.000 Euro. Die Pro-Kopf-Verschuldung der Gemeinde steigt damit auf 637,05 Euro und erstmals seit vielen Jahren deutlich an.

Dauerhafte Leistungsfähigkeit gewährleisten

Da allerdings künftig noch große Investitionen anstehen, die jedoch zu den Pflichtaufgaben zählen und somit auch getätigt werden müssen, könnte sich diese bis 2023 noch einmal erhöhen. Eine zurückhaltende und sparsame Haushaltspolitik sei daher unabdingbar. Auch müsse die Gemeinde alle Anstrengungen unternehmen, um die dauerhafte Leistungsfähigkeit zu gewährleisten. Künftige Kreditaufnahmen in den Folgejahren sind jeweils nach den dann aktuellen Haushaltszahlen zu bewerten und können deshalb derzeit nur unter Vorbehalt genehmigt werden.

Auch galt es eine Entscheidung über einen Bauantrag in der Nähe des Finkenwegs zu treffen. Dort soll eine unterkellerte Garagenhalle entstehen. Allerdings hatte die Gemeinde als Besitzer des Nachbargrundstückes über die Übernahme der Abstandsfläche zu verfügen. Hierzu gab es keine Einwände, und dem Antrag auf Baugenehmigung wurde einstimmig stattgegeben.

Der Antrag auf Baugenehmigung zum Dachgeschossausbau sowie der Nutzungsänderung im Erdgeschoss von einer Ferienwohnung zu einer Wohnung und der Überdachung der vorhandenen Garage in Unterriedenberg stimmten die Räte ebenso zu.

Förderung für die Caritas

In jedem Jahr stellt der Caritasverband für den Landkreis Bad Kissingen einen Förderantrag an die Gemeinden. So auch in Riedenberg für das Jahr 2021. Hierfür wurden, wie üblich 50 Cent pro Einwohner genehmigt. Somit erhält der Verband künftig eine Förderung in Höhe von 485 Euro.