Das Josefsheim in Motten wird mit der barrierefreien Erschließung ein ganz neues Gesicht bekommen. Bürgermeister Jochen Vogel stellte beim Spatenstich das Vorhaben gemeinsam mit Bauleiter Steffen Beck von der Firma Theo Hahn, Zeitlofs, vor.

Im Untergeschoss des Gebäudes hat die Gemeinde Motten von der Kirchengemeinde Räume angemietet, um für Senioren-Veranstaltungen Räume zur Verfügung stellen zu können. "Wir haben in Motten keine anderen Möglichkeiten für unsere Senioren und sind sehr froh um das Josefsheim", so der Bürgermeister. Dank eines langfristigen Mietvertrages konnte nun an einen barrierefreien Umbau gedacht werden. "Dann zählt die Ausrede nicht mehr, dass das Gebäude mit einem Rollator nicht zu erreichen ist", erklärt Vogel und schmunzelt.

Vorgesehen ist, das Niveau des umliegenden Geländes auf die Höhe des Sockels zu bringen. Der Gebäudesockel müsse natürlich entsprechend vor Feuchtigkeit geschützt werden. Um das gewünschte Niveau zu erreichen, werden Stützmauern notwendig, die zum Teil aus Beton und zum Teil aus Drahtschotterkästen bestehen sollen. Die alte, zum Teil marode Sandsteinmauer werde entfernt.

Der zentrale Zugang soll über die Kirchbergstraße erfolgen. Durch ein gleichmäßiges Niveau könne auf Treppen im direkten Umfeld des Josefsheims verzichtet werden und ein ebener Bereich rund um das Gebäude entstehen. Die bestehende Treppe vom Nepomuck in der Brückenauerstraße werde erneuert und etwas steiler werden als bisher. Auch die seitlichen Stützmauern der Treppe seien zu erneuern. Die zweite Treppe, die ebenfalls von der Brückenauerstraße zum Josefsheim führe, werde nicht mehr benötigt und stillgelegt.

Ebenfalls aufgelöst werde der alte Pfarrgarten direkt am Gebäude. Dort sei eine Freifläche vorgesehen, um kleine Feste im Freien abhalten zu können.

Im Zuge der Bauarbeiten werde auch der Abwasserkanal erneuert. Rund 50 Meter Kanal seien neu zu verlegen. 1000 Kubikmeter Erde sei insgesamt zu bewegen. Das Vorhaben beziffert der Bürgermeister mit rund 800.000 Euro. Die Gemeinde Motten rechnet mit einer staatlichen Förderung in Höhe von 60 Prozent. Das Vorhaben soll im Herbst diesen Jahres fertig gestellt werden, wobei aber derzeit unklar sei, ob die Arbeiten wegen der Corona-Pandemie im Zeitrahmen fertig werden können.

Derzeit sei auch noch der Kindergarten im Gebäude untergebracht. Nach dem Kindergartenneubau stehen im Josefsheim weitere Räume zur Verfügung, um auch den Gesangsverein, die Ministranten sowie die kirchlichen Gremien unterzubringen. Allerdings sei es Sache der Kirchengemeinde, über die künftige Verwendung der Räume zu entscheiden, so Jochen Vogel.