Es war Mitte Oktober, Ende Oktober und nun am vergangenen Montag noch einmal: Ein Unbekannter legte den Elektrozaun, der die Weide für die Tiere von Alexander und Christine Beck aus Mitgenfeld begrenzt, an mehreren Stellen einfach um. Zweimal bemerkte das Paar es noch rechtzeitig, einmal aber büxsten die Thüringer Waldziegen aus. Die Sorge der Becks ist, dass sie auf die nahe gelegene Autobahn laufen könnten, den zur Zeit grasen die Tiere am Fuße der Mettermich.

"Es ist Gott sei Dank nichts passiert", sagt Christine Beck. Dennoch bittet sie die Bevölkerung, die Augen offenzuhalten, wer da sein Unwesen treibt. Vor ein paar Jahren sei ihnen schon einmal so etwas Ähnliches passiert. Damals sei wieder Ruhe eingekehrt, nachdem die Becks die Geschichte öffentlich gemacht hatten.

Zaun an der Autobahn

Die Polizei konnte den Haltern zunächst nicht helfen. Da der Zaun nur umgelegt, nicht aber beschädigt worden sei, liege kein Fall von Sachbeschädigung vor, erfuhren die Becks. Auf Nachfrage erläutert Polizeichef Herbert Markert, dass in diesem Bereich ein Zaun an der Autobahn verlaufe, damit Wild nicht unvermittelt vor die Fahrzeuge rennt. Höchstens an der Autobahnauffahrt oder der Rastanlage Rhön würden die Ziegen hindurch kommen.