Die Riedenberger Grundschule zählt zwar sicherlich zu den kleineren ihrer Art, dennoch gehört sie seit kurzem definitiv zu den modernsten und fortschrittlichsten. Denn das digitale Zeitalter hat hier Einzug gehalten.

Jedes Klassenzimmer verfügt über W-Lan, einen Lehrer-PC mit Dokumentenkamera und großem Bildschirm. Zudem stehen den Schülern 30 Notebooks zur Verfügung. Diese sind Windows basiert und können sowohl mit Tastatur, als auch per Touch-Oberfläche bedient werden.

Wenn die Schüler mit den Notebooks arbeiten, können diese vom Lehrer-PC angesteuert werden. Darüber können schließlich Hilfen erfolgen, aber auch Material an die Schüler digital "ausgeteilt" werden.

"Die digitale Ausstattung ist eine echte Bereicherung für den Unterricht. Sie vereinfacht Vorgänge, bringt Vielfalt und bereitet die Schüler auf die Zukunft vor. Die Geräte haben alle einen hohen Motivationscharakter bei den Schülern, und der Unterricht kann noch stärker individualisiert werden", freut sich Rektorin Christiane Helfrich.

Training für zu Hause

Sollte es, was nicht zu hoffen ist, zu einer erneuten Schulschließung aus Corona-Gründen kommen, stehen den Schülern auch für das Lernen zu Hause einige Leihgeräte zur Verfügung. Zudem üben die Kinder in der Schule, wie sie mit dem Klassenlehrer in dieser Zeit zusammenarbeiten können, um die Tutorials oder Arbeitsblätter zu erhalten.

" Es ist super, dass wir auch ins Internet gehen dürfen" , freut sich Schülerin Romina Weber. Die ganze Klasse liebe den Unterricht mit den Notebooks. Vinzent Lieb betont: "Es ist sehr aufregend, auf eine andere Art zu schreiben." Und Lea Hergenröther meint dazu: "Ich finde es toll, weil wir dann wissen, wie man damit umgehen muss, wenn wir erwachsen sind."

"Toller Ausgleich"

Auch die Lehrerinnen und Lehrer sind begeistert. So auch Annika Schneider: "Ich bin dankbar für die digitale Ausstattung an unserer Schule, da ich noch den direkten Vergleich mit einem Jahr Overhead-Projektor habe. Das Unterrichtsgeschehen ist deutlich schneller, spontaner und dadurch für die Schüler und Schülerinnen effizienter. Vor allem lassen sich die Schülerarbeiten besser miteinbeziehen und hervorheben, die eine zentrale Rolle beim kooperativen Lernen spielen. Gerade im Zuge der Corona Bedingungen schaffen die digitalen Medien durch einige unterrichtliche Einschränkungen einen tollen Ausgleich, der weiterhin für Abwechslung sorgt. "

Natürlich sei es mit Fingerspitzengefühl verbunden, die Grundschüler an die digitalen Medien heranzuführen, konstatiert Janina Keßler: "Aber es lohnt sich. Mit einfachen Mitteln und wenigen Klicks ruft man Begeisterung und Motivation hervor. Die besten Voraussetzungen für zielführenden Unterricht."