Seit Freitag ist die Grundschule Riedenberg, in die die Grundschüler aus Riedenberg und Oberbach gemeinsam gehen, keine "normale" Grundschule mehr. Sie darf sich künftig Biosphärenschule nennen. Ein Prädikat, das sich Schüler innen und Schüler und Lehrkkräfte gemeinsam mit Rektorin Christiane Helfrich hart erarbeitet haben.

Zunächst stand die Bewerbung beim Biosphärenreservat Rhön an. Dann galt es zahlreiche Voraussetzungen zu erfüllen, um die Zertifizierung zur Biosphärenschule zu erhalten.

Am Freitag war es nun so weit. Im Rahmen eines großen Schulfestes wurde der Grundschule das offizielle Schild mit der Namensgebung Biosphärenschule überreicht.

Guter Grundstein gelegt

Wie Rektorin Christiane Helfrich berichtete, sind der Schutz der Natur, die Liebe zur Heimat und ein nachhaltiger Umgang mit unserem Lebensraum hohe Bildungsziele der Grundschule Riedenberg. In Projekten, Aktivitäten und Ideenbörsen wurde in allen Klassen und Fächern gearbeitet, um diese Ziele nachhaltig anzustreben. So wurde im vergangenen Jahr ein guter Grundstein für die Bewerbung als Biosphären-Schule gelegt.

Stolz ist sie, dassweilier von fünf Bereichen die Voraussetzungen zur Zertifizierung des Gütesiegels bereits geschaffen und erhalten wurden.

Aus den Händen der stellvertretenden Dienststellenleiterin des Biosphären-Reservats Rhön, Dr. Doris Pokorny wurde das Siegelschild nun an Rektorin Christiane Helfrich überreicht.

Sie wies auf die Wichtigkeit hin, den Kontakt von Natur und Mensch schon in der Schule zu fördern und für den Erhalt der Natur zu sensibilisieren. Die Rhön zeige sich hier als Vorreiter.

Die Schule habe sich inhaltlich schon sehr weit entwickelt indem sie Grundlagen durch einen Schulgarten, Waldtag, viele Themenaktionen zur Müllvermeidung, Upcycling oder Tauschen geschaffen hat. Es war ihr ein leichtes den Antrag zu befürworten.

Alexander Fromm, Mitarbeiter des Umweltteams im Haus der Schwarzen Berge in Oberbach, erläuterte die Symbole des Zertifizierungsschildes, das künftig über dem Haupteingang der Schule seinen Platz finden wird.

Vier von fünf Bereichen erfüllt

So stehen die fünf Kreise für Ökologie, Konsum, Ernährung, Soziales und bauliche Maßnahmen. Um das Prädikat zu erhalten müssen mindestens zwei Vorgaben erfüllt sein. Die Grundschule Riedenberg hat schon vier Bereiche erfüllt. Da die Riedenberger Schule ein altes Gebäude ist, gestaltet sich die

Vorgabe der baulichen Maßgaben sicherlich auch etwas schwieriger, sei aber nicht unmöglich.

Riedenbergs Bürgermeister Roland Römmelt scherzte in seiner Ansprache dagegen, dass durch die zahlreichen an den Hausfronten, seit Jahrzehnten, empor gewachsenen Spalierbäume schon ein erster Schritt in die richtige Richtung gegangen worden sei. "Schließlich erhält das Haus so eine natürliche Kühlung." Auch die installierte Solaranlage sei ein erster Schritt. Dennoch will er die große Herausforderung hier noch annehmen. Sehr stolz auf seine Schülerinnen und Schüler und auf die und Lehrerinnen zeigte er sich in seiner Ansprache.

Auch Gerd Kleinhenz, Bürgermeister von Wildflecken und Oberbach fand nur lobende Worte für das Erlernte und dessen Umsetzung im Umgang mit der Natur und Ressourcen. "Ich bin stolz auf euch alle."

Zahlreiche Stationen

Zugegen war auch Schulrätin Birgit Herré, die einen besonderen Bezug zur Grundschule Riedenberg hat. Schließlich ging sie vor vielen Jahren selbst in diese Schule. Auch sie sah die Umwelterziehung in den Schulen als elementar für die Zukunft an.

Umrahmt wurde der Festakt von den Grundschul-Kindern durch zwei Lieder, in denen das Thema aufgegriffen wurde und alles Erlernte noch einmal dargestellt wurde. Auf zahlreichen Stationen zeigten sie außerdem an Beispielen, was man für Natur und Umwelt tun kann. Eltern und Gäste waren hier zum Mitmachen eingeladen.