Im Rahmen einer kleinen Feierstunde würdigte der Vorsitzende der Verwaltungsgemeinschaft Bad Brückenau, Oberleichtersbachs Bürgermeister Dieter Muth, die Verdienste Dorns. Über 40 Jahre war Alois Dorn im öffentlichen Dienst tätig, hiervon die letzten 21 Jahre in der Verwaltungsgemeinschaft Bad Brückenau.

Zur Verabschiedung gekommen waren auch die Bürgermeister der Mitgliedsgemeinden, Roland Römmelt (Riedenberg), Bernold Martin (Schondra) und der stellvertretende Bürgermeister aus Geroda, Fred Hilsdorf.

Start als Bundesbahnassistenzanwärter

Alois Dorns berufliche Laufbahn begann am 1. September 1980. Er trat als Bundesbahnassistenzanwärter im Bahnhof Gemünden in den öffentlichen Dienst ein. Er leistete auch bei der Bundeswehr seinen Grundwehrdienst. 1991 schied er aus dem Dienst bei der Bahn aus, um als Regierungsinspektoranwärter seinen Dienst beim Landratsamt Bad Kissingen anzutreten. In den Folgejahren absolvierte er die Fortbildung zum Diplom-Verwaltungswirt. Zum 1. Juli 2000 wechselte Dorn in die Verwaltungsgemeinschaft Bad Brückenau. "Ich selbst durfte fast zehn Jahre mit Dir zusammenarbeiten. Du warst erster Ansprechpartner wenn es um gemeindliche Aufgaben ging", würdigte Muth und dankte Dorn für seinen Einsatz und die geleistete Arbeit für die Verwaltungsgemeinschaft. Für die Zukunft wünschte er ihm vor allem Gesundheit und Freude mit der Familie.

"Corona hat mich voll erwischt"

"Corona hat mich im März 2020 voll erwischt", erinnerte Alois Dorn an die schweren Wochen und Monate. "Nach sechswöchigem Koma versuchte ich, mein altes Leben wieder zu erlangen und musste feststellen, dass ich nicht mehr die Leistungsfähigkeit habe und nicht mehr so belastbar bin, wie das der Geschäftsleiter der Verwaltungsgemeinschaft sein muss." Er habe sich daher entschieden, vorzeitig in Ruhestand zu gehen. "Ich bin froh und dankbar, mein Leben fortsetzen zu können." So sei es ein Abschied mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Unpolitischer Ratgeber und Unterstützer

Dankbar werde er sich an die gemeinsame Zeit in der Verwaltungsgemeinschaft erinnern. "Es war mir wichtig, für alle vier Mitgliedsgemeinden gleichermaßen tätig zu sein." Als "unpolitischer Ratgeber und Unterstützer" der Bürgermeister und Gemeinderäte habe er sich stets verstanden. Eine bürgerfreundliche und bürgernahe Verwaltung sei sein Ziel gewesen, die Anfragen der Bevölkerung ernst zu nehmen und Gründe für Entscheidungen transparent zu erläutern. "Ich hatte immer das Gefühl, dass die Verwaltungsgemeinschaft anerkannt wird", dankte er den Bürgern. Dem Kollegium dankte Dorn für das faire und kollegiale Miteinander. "Ihr seid für mich nicht nur Mitarbeiter sondern gute Kollegen."

Nun Vollzeit-Opa

Seinem Nachfolger Lothar Ziegler wünschte er eine glückliche Hand. "Ich weiß die Verwaltungsgemeinschaft bei dir in guten Händen." Nun freue er sich auf die Zukunft in seinem neuen Job als "Vollzeit-Opa". Seinen Dank richtete er auch an seine Frau Sigrid für die Geduld und das Verständnis auch in schweren Zeiten.

Geschenke und Urkunden

Lothar Ziegler würdigte Alois Dorns Tätigkeit für die Verwaltungsgemeinschaft, seinen Weitblick und sein gutes Händchen bei Personalentscheidungen. Als Vorgesetzter habe er sich Respekt erworben, die Verwaltungsgemeinschaft nach außen gut vertreten und als guter Kollege Eindruck hinterlassen. Das bestätigte auch Nicole Wittmann in ihrer Funktion als Personalrätin. Als einen "sehr guten Vorgesetzten" mit Menschlichkeit, Verständnis für das Personal, Ehrlichkeit und einem offenen Ohr werde er in guter Erinnerung bleiben. Für den neuen Lebensabschnitt wurden Geschenke und Urkunden überreicht.