Der Florianstag in Bad Brückenau startete mit dem gemeinsamen Weg vom alten Rathaus zur katholischen Stadtpfarrkirche, um dort den Gottesdienst zu Ehren des Feuerwehr-Schutzpatrons zu feiern.
Pfarrer Karl Ebner bat um den "Heiligen Geist für diesen wichtigen und verantwortungsvollen Dienst" für die Feuerwehrleute. Es sei gut, den Patron der Feuerwehren in der Mitte zu haben, und vom Geist beseelt, die Aufgaben zu erfüllen, die ja oft sehr schwer sind und Kraft kosten.

Die Feuerwehren sind eine der "frühesten, lebendigsten und mutigsten Bürgerinitiativen", so habe es der ehemalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker einmal gesagt.

Kreisbrandrat (KBR) Benno Metz nahm diese Worte zum Anlass, den Feuerwehrleuten von Bad Brückenau und den Ortsteilen zu danken, die miteinander den Florianstag gefeiert haben. "Feuerwehrleute sind freie Menschen, die sich in eine feste Struktur einordnen, die ohne Wenn und Aber Regeln und Anweisungen akzeptieren, und die einen Großteil ihrer Zeit dem Dienst am Nächsten opfern. Es sind Menschen, die bereit sind, sogar ihre eigene Gesundheit zu riskieren, um andere zu retten oder Schaden von ihnen abzuwenden", drückte er seine Wertschätzung für die Frauen und Männer aus. Er betonte auch, dass es notwendig sei, sich "ein dickes Fell zuzulegen" für diejenigen, die sich ehrenamtlich für die Allgemeinheit einsetzen. Denn Kritiker seien oft schnell zur Stelle, Anerkennung und Lob seien manchmal rar gesät.

"Dankbarkeit lernen und üben: In der Gemeinschaft tun wir dies jedes Jahr anlässlich des Florianstages. Wir halten inne, denken nach über das vergangene Jahr, an schwierige Situationen, die wir gemeistert haben, und auch an schöne Stunden und Erlebnisse", führte er weiter aus. "Lasst uns heute bewusst dankbar sein, denn nichts von all dem ist selbstverständlich."

Im Rahmen der gemeinsamen Feier wurden vier Feuerwehrkameraden von Benno Metz ausgezeichnet und geehrt.


Tempo nicht selbstverständlich

Dankbarkeit und Freude waren auch für Bürgermeisterin Brigitte Meyerdierks (CSU) die beiden Kriterien für diesen Tag, und die Tradition, an den Schutzpatron der Feuerwehr zu erinnern. "Wir haben bei uns einen Standard erreicht, um den uns viele andere beneiden", freute sie sich. "Doch diese Schnelligkeit ist keine Selbstverständlichkeit, sie muss immer wieder erarbeitet werden, jeden Tag aufs Neue. Sie ist das Ergebnis harter Ausbildung, steter Übung und unbedingtem Einsatzwillen", betonte sie. Das Bewusstsein für die großartige Einsatzbereitschaft müsse in der Öffentlichkeit wach gehalten werden, und der gemeinsame Gang durch die Stadt trägt dazu bei. Die Stärkung dieses Ehrenamtes sei eine Daueraufgabe, und die Stadt werde auch in Zukunft zu ihren Feuerwehren stehen, sagte sie. "Ich danke den Kommandanten, Vorständen und allen Feuerwehrleuten sehr herzlich für ihr großes ehrenamtliches Engagement." Einen besonderen Dank sprach Brigitte Meyerdierks den Arbeitgebern aus, die es ihren Mitarbeitern ermöglichen, dass sie sich ehrenamtlich für den Brandschutz engagieren.


Wichtige kulturelle Aufgabe

Für den Landkreis dankte der stellvertretende Landrat Emil Müller (CSU) für die große Einsatzbereitschaft und die Verantwortung den Feuerwehrfrauen und -männer. Nicht nur der Brandschutz, sondern viele andere Ereignisse fordern heutzutage die Feuerwehr, man denke nur an die Autobahn. Er betonte die wichtige kulturelle Aufgabe für die Region, denn nicht nur harte Arbeit und Einsätze halten zusammen, sondern auch die Gemeinschaft und Geselligkeit bei vielen verschiedenen Anlässen. Kommandant Michael Krug freute sich, dass "sehr viele zur Floriansfeier gekommen sind". Er erklärte auf Nachfrage die fehlende Musik beim Gang durch die Stadt mit den "zu hohen Kosten".

Stadt Bad Brückenau: 40 Jahre aktive Dienstzeit: Willi Wiesner; 25 Jahre: Matthias Heil (Gerätewart-Kfz, Maschinist für Löschfahrzeuge und Drehleiter).
Ortsteil Volkers: 40 Jahre aktive Dienstzeit: Arnold Brust (Truppführer und Kassierer); 25 Jahre aktive Dienstzeit:
Oliver Brust (Truppführer).