Die Entscheidung für die zu realisierende Planung für das Baugebiet "Am Heiligenhäuschen" in Schönderling war der zentrale Teil der letzten Sitzung des Marktgemeinderates. Matthias Kirchner vom gleichnamigen Planungsbüro stellte drei verschiedene Entwürfe vor, die die besonderen Anforderungen des Gebietes wie die Hanglage der Fläche, die Zufahrtswege und die Entwässerung im Trennsystem auf unterschiedliche Weise berücksichtigten.

Bei der ausführlichen Diskussion der verschiedenen Varianten sahen einige Ratsmitglieder unter anderem Probleme beim Winterdienst oder bei der Steigung der Siedlungsstraßen, so dass man sich schließlich auf eine Variante einigte, bei der die etwa 14 vorgesehenen Bauplätze durch eine durchgehende Straße erschlossen werden. Noch zu klären ist die Anlage des notwendigen Regenrückhaltebeckens; außerdem erhielt der Planer den Auftrag, das Baugebiet,durch einen Platz zur Begegnung attraktiver zu gestalten.

Nach Aussage des Architekten könnten Interessenten im Frühjahr 2023 mit dem Bauen beginnen. Da bei der Behandlung der Tagesordnungspunkte "Ausbau der Birkenstraße" und "Angebot von Kinderspielgeräten am Kindergarten" noch einige Unklarheiten auftraten, wurden die Beschlüsse zu diesen beiden Punkten vertagt.

Für den Vorbescheid zur Errichtung einer landwirtschaftlichen Maschinen- und Gerätehalle in Schönderling gab es keine Zustimmung. Auf Antrag des 3. Bürgermeisters Jürgen Metz (FWG Singenrain) werden die Antragsteller aufgefordert zu klären, ob eine Privilegierung vorliegt, da das Bauvorhaben im Außenbereich liegt.

Die Helfer vor Ort (HvO) Schondra erhalten zu den im Jahr 2019 angefallenen Alarmierungs- und fahrzeugkosten in Höhe von rund 3.000 Euro einen Zuschuss in Höhe von 50 Prozent. Auch der Antrag der HvO auf Beschaffung eines neuen Einsatzfahrzeuges wurde positiv beschieden. Nachdem Bürgermeister Bernold Martin (CSU) einen Zuschuss in Höhe von 8.000 Euro zu den Gesamtkosten von 45.000 Euro vorgeschlagen hatte, meldete sich Roman Jörg (CSU) zu Wort. In Anbetracht der angespannten Finanzlage der Gemeinde schlug er vor, die Beschaffung mit den für Vereine üblichen zehn Prozent zu bezuschussen. 2. Bürgermeister Jochen Henz (FWG Schönderling) unterstützte den Vorschlag des Bürgermeisters, während Sebastian Knüttel (CSU) und Horst Conze (Aktive Bürger Schondra ABS) wegen der besonderen Wichtigkeit sogar einen Zuschuss von 10.000 Euro für angebracht hielten. Bei einer Gegenstimme wurde diese Summe als Zuschuss zur Verfügung gestellt.

Die Resolution des Landkreises zur Stromtrasse P43/Fulda-Main-Leitung wurde vom Gemeinderat einstimmig unterstützt. Jürgen Metz forderte seine Ratskollegen dazu auf, die Bevölkerung entsprechen zu informieren und für die Problematik dieser neuen Trasse zu sensibilisieren.

Da die Ratsmitglieder die Belange des Marktes Schondra nicht berührt sahen, stimmten sie den Bebauungsplänen "Eller V" und Bergfeld III" in Oberleichtersbach und "Häg II" in Wartmannsroth zu.