Auf dem Parkplatz am Gänsrain herrscht dichtes Gedränge. Viele Familien aus dem Umland nutzen die freie Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr für einen Ausflug ins Schwimmbad. Andere füllen im Lebensmittelmarkt ihre Vorräte wieder auf und rüsten sich für die Silvesterparty. Das sorgt für Spannungen - zumindest unter den Autofahrern, die händeringend einen Parkplatz suchen.


Logistisches Fingerspitzengefühl

"Eine verschärfte Parkplatzsituation [...] gibt es eigentlich vor allem dann, wenn in Hessen und Bayern gleichzeitig Ferien sind", sagt Stella Kircher, Pressesprecherin bei Tegut. Dazu komme die Baustelle, denn der Markt wird bei laufendem Kundenbetrieb neu gebaut. Das erfordert viel logistisches Fingerspitzengefühl. "Im Dezember war es schon dramatisch", sagt auch Stadtwerke-Chef Günter Schneider, denn zusätzlich habe der Christbaumverkauf Parkplätze gebunden.

Doch eine Lösung ist in Sicht: Im Hintergrund wird schon seit Längerem der Spielraum für eine Kooperation zwischen Tegut und der Therme Sinnflut ausgelotet. "Zu einer gemeinsamen Parkplatzgestaltung sind wir noch im Gespräch [...], denn davon würden beide Seiten profitieren", bestätigt Kircher. Ein Parkplatz für beides, das nennt auch Schneider eine "vernünftige Lösung" - obgleich er weiß, dass dabei nicht wesentlich mehr Parkplätze herausspringen werden. Die Therme Sinnflut wird sich - zumindest für Stoßzeiten wie in den Ferien - nach weiteren Ausweichparkplätzen umschauen müssen.


Fertigstellung im März 2017 geplant

Die gibt es ja schon, neben Autoteile Reese zum Beispiel oder am Wohnmobil-Stellplatz an der Einfahrt zu GKN Sinter Metals. Erst kürzlich wurde ein Stück der frei gewordenen Bahntrasse geschottert und als Parkplatz ausgewiesen, "mit Einverständnis des derzeitigen Besitzers", berichtet Schneider. Doch Schneider denkt weiter. "Die Ideallösung wäre eine kleine Holzbrücke für Fußgänger über die Sinn. Wir haben schon einmal Angebote eingeholt." Eine solche Brücke würde weniger als eine halbe Million Euro kosten. Der Parkplatz auf der anderen Seite der Sinn würde dann ausgebaut und asphaltiert werden.

Diese Idee ist noch ein Traum. Schneider weist darauf hin, dass das Ganze mit den Plänen für einen Radweg auf der Bahntrasse abgestimmt werden müsse. Für Stella Kircher von Tegut tritt die Entspannung schon eher ein: Im März 2017 soll der neue Markt komplett eingerichtet sein. Bis Sommer wird auch der Parkplatz neu gestaltet werden und das Park-Chaos ein Ende finden.


90 Parkplätze gibt es während der Bauphase vor dem Tegut-Markt.

150 Parkplätze stehen zur Verfügung, wenn der Markt fertig gestellt ist.