Die zweite Satzung zur Entwässerung wurde in Mottens Gemeinderat formell behandelt. Die Einleitungsgebühren wurden angepasst. Hierfür war der Kostenanstieg für den Betrieb und die Überwachung der Anlagen hauptausschlaggebend. Zudem werde die Klärschlammentsorgung deutlich höhere Kosten verursachen, wie angenommen. Die Gemeinde will wieder kostendeckend kalkulieren und hat daher die Abwassergebühren angehoben.

Ab 2021 sind pro Kubikmeter Abwasser 1,84 Euro, und damit vier Cent mehr, zu zahlen. Auch die Grundgebühren sollen angepasst werden. Der nicht vorhergesehene Weiterbetrieb der mobilen Ultrafiltrationsanlage machte auch eine Anpassung der Verbrauchsgebühren nötig. Diese steigen nun von 1,39 Euro pro Kubikmeter auf 1,76 Euro. Auch hier muss die Grundgebühr erhöht werden. Beide Entwürfe segneten die Räte einstimmig ab.

1. Bürgermeisterin Katja Habersack (parteilos) informierte über den aktuellen Stand auf den beiden Baustellen. Am Kinderhaus werden Ende dieses Jahres die Erd-, Maurer- und Betonarbeiten abgeschlossen werden können. Schon ab der zweiten Kalenderwoche des neuen Jahres werde mit den Zimmerarbeiten begonnen. Die Baustelle am Josefsheim nimmt Gestalt an. Die Treppenanlage soll ebenfalls noch in diesem Jahr fertiggestellt sein, die Geländer werden ab Januar von der Firma Hahner angebracht. Die Außenanlage werde im Frühjahr abgeschlossen werden. Mit 743.000 Euro ist die Baumaßnahme nach aktueller Kostenrechnung 80.700 Euro teurer als ursprünglich veranschlagt.

Grundschule ist digitalisiert

Die Digitalisierung der Grundschule ist abgeschlossen. Digitale Tafeln und Dokumentenkameras sowie neue PCs sind installiert. Acht Notebooks dienen hauptsächlich als Leihgeräte für Schüler, die für den Online-Unterricht zuhause keine entsprechenden Geräte haben. Die Digitalisierung der Grundschule wird finanziell gefördert. So erhält die Gemeinde Motten knapp 21.700 Euro vom Digitalpakt Schule, fast 10.720 Euro von der Glasfaser- und WLAN-Richtlinie, mehr als 4000 Euro vom Digitalbudget und knapp 4400 Euro vom Sonderprogramm für Leihgeräte. Die Gemeinde selbst zahlt für die Digitalisierung ihrer Schule etwas weniger als 32.000 Euro.

Ob die von Tennet geplante Wechselstromleitung P43 überhaupt notwendig ist, wird nach wie vor vom Landkreis in Frage gestellt. In Mottens Gemeinderat wurde moniert, dass gegen die P43 die gleichen Gründe wie gegen Südlink sprächen, diese aber nicht berücksichtigt würden. Die Corona-Pandemie begünstige zudem die Umsetzung der Planungen, ohne die Möglichkeit einer Bürgerbeteiligung.

Bürgermeisterin Katja Habersack machte darauf aufmerksam, dass auch im nächsten Jahr Kleinprojekte gefördert werden. Anträge sollen bis zum 29. Januar abgegeben werden.

Die Gemeinde Motten wird für 2021 eine Schlüsselzuweisung in Höhe von 326.500 Euro erhalten. Diese liegt mehr als 135.000 Euro unter der von diesem Jahr.

Rathaus geschlossen

Das Rathaus wird in der Zeit des Lockdowns bis zum 10. Januar 2021 für den allgemeinen Publikumsverkehr geschlossen sein. Per Telefon und E-Mail sollen die Mitarbeiter während der normalen Öffnungszeiten nach wie vor erreichbar sein. Es wurde daran erinnert, dass verschiedene Behördengänge auch online erledigt werden können.

Außerhalb des Ortsbereiches Speicherz dürfen zwei Unterstellhallen für Pferde errichtet werden. Das Grundstück befindet sich im Landschaftsschutzgebiet. Damit die Untere Naturschutzbehörde die naturschutzrechtliche Erlaubnis erteilen kann, war das gemeindliche Einverständnis erforderlich. Dieses gewährte der Gemeinderat einstimmig.