Beim Labor L+S läuft alles rund und das bringt Herausforderungen mit sich. In den letzten Jahren ist der Mittelständler stetig gewachsen, hat inzwischen 380 Mitarbeiter und ist Branchenprimus bei der mikrobiologischen Prüfung von Pharmaprodukten. Damit das so bleibt, will das Unternehmen investieren. "Wir sind hier an dem Standort einfach beengt. Deshalb müssen wir investieren und mit einem Neubau die Situation entzerren", sagt Ingo Grimm, Personalleiter des Unternehmens.

L+S will expandieren und seine Marktführerposition ausbauen. Deshalb soll bis 2016 im Großenbracher Gewerbegebiet Mangels feld ein neuer Laborkomplex entstehen, in dem vor allem Medikamente auf ihre Qualität geprüft werden. "Das ist unsere Kernkompetenz", sagt Geschäftsführer Frank Böttcher. Zu dem Investitionsplan gehören bis zu 200 neue Arbeitsplätze. Langfristig seien in dem Komplex bei einer weiter guten Geschäftsentwicklung, sogar maximal 500 neue Jobs möglich. Darüber hinaus soll in den nächsten beiden Jahren die Zahl der Auszubildenden von 24 auf 50 verdoppelt werden. "Wir fühlen uns dem Standort verpflichtet", sagt Geschäftsführer Frank Böttcher. "Wir wollen den Leuten in einer strukturschwachen Gegend eine gute Ausbildung geben."

Der Investitionsplan wird von der Politik auf allen Ebenen befürwortet. "Wir sind froh, dass L+S zum Standort Bad Bocklet steht", sagt Bürgermeister Wolfgang Back (CSU). Landrat Thomas Bold (CSU) würdigt den Plan, als "eines der größten Erweiterungsvorhaben, das wir im Landkreis haben". Es sei erfreulich, dass dadurch hochwertige Arbeitsplätze geschaffen werden.

Das Labor L+S macht derzeit jährlich 30 Millionen Euro Umsatz. Laut Aufsichtsratsvorsitzendem Werner Wohnhas sind damit Investitionen von etwa zehn Millionen Euro möglich. Bislang gebe es aber noch keine konkreten Zahlen, wie viel der Neubau kosten wird. Es gilt: In den Labors müssen hohe Sicherheitsstandards gewährleistet sein . Das und die hochmoderne, technische Laborausstattung treiben die Kosten für den Neubau nach oben.
Beim Besuch der bayerischen Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) wurde deshalb über grundsätzliche Möglichkeiten des Freistaats gesprochen, das Vorhaben zu fördern. Bad Kissingens Landtagsabgeordneter Sandro Kirchner (CSU) sagte seine Unterstützung zu. Aigner zeigte sich offen. "Der Wille ist da, wir müssen schauen ob und wie man etwas machen kann", antwortete sie auf Nachfrage. Sie wisse aber, welche Bedeutung solche Arbeitgeber gerade für ländliche Strukturen hätten.


Labor L+S investiert in Standort Großenbrach

Unternehmen Das Labor L+S wurde 1987 gegründet. Es prüft die Qualität von Arzneien und medizinischen Produkten, aber auch Kosmetika und Lebensmitteln. Seitdem hat sich das Unternehmen stetig vergrößert und beschäftigt aktuell 380 Mitarbeiter auf einer Labor- und Bürofläche von mehr als 5000 Quadratmetern.

Geschäft Unterschiedliche Branchen, weltweiter Markt: Der Kundenstamm des Labors L+S ist breit gefächert. Das Unternehmen agiert vor allem in Deutschland und Europa, aber zunehmend auch am nordamerikanischen Markt.

Investitionen Die bestehenden Gebäude in Großenbrach reichen nicht mehr aus. Der Konzern plant bis zum Jahr 2016 den Bau eines neuen Labors in dem Gewerbegebiet. Dort sind bis 2016 Kapazitäten für bis zu 200 neue Arbeitsplätze geplant. Zudem soll die Zahl der Auszubildenden von derzeit 24 auf 50 im Jahr 2016 gesteigert werden. Langfristig können bei einer weiterhin guten Entwicklung in Großenbrach insgesamt bis zu 500 neue Jobs entstehen.