Pfarrer Edwin Ziegler unterschied zwischen störenden und heilsamen Unterbrechungen im Alltag: Ein Handy-Klingeln während des Konzerts sei nervig, aber wenn die Kirchenglocken zum Gebet läuten, sei das eine wichtige Pause, aus der die Menschen Kraft schöpfen könnten. "Was passiert, wenn es keine heilsamen Unterbrechungen mehr gibt?", lautete seine rhetorische Frage. "Dann nimmt einen die schnelle Welt komplett in Beschlag", so die Anwort, die sich jeder geben musste.

Die restliche Zeit des gemeinschaftlichen Adventskonzerts war dann ausgefüllt mit gesanglichen und instrumentalen Darbietungen. So präsentierte sich der Kinder- und Jugendchor St. Elisabeth unter Leitung von Christine Stumpf, die an der Orgel solo spielte und die Chöre unterstützte. Mit dabei waren auch die Band "Just for God", der "Chor In Takt" und der Frauen- sowie der Männerchor des Gesangsvereins Garitz, die auch gemeinsam auftraten.

"Tochter Zion" als traditioneller Schluss

Die instrumentale Seite präsentierte die Jugendkapelle der Freiwilligen Feuerwehr mit seinem Nachwuchsorchester, der Jugendkapkelle der Freiwilligen Feuerwehr und einem Klarinettenquartett. Schon Tradition ist das gemeinsame Schlusslied aller Akteure: "Tochter Zion" erklang nicht nur von dem als Bühne umgebauten Altarbereich, sondern auch aus mehreren Hundert Kehlen in der gut besuchten St.-Elisabeth-Kirche.

Die Kollekte dieses Abends kam übrigens der Kirchenverwaltung und den beiden Garitzer Kindergärten zugute kommen wird. Nach dem Konzert trafen sich Mitwirkende und Gäste vor der St.-Elisabeth-Kirche zum Glühwein und wünschten sich gegenseitig frohe Festtage.