Eingeschlossenes Kleinkind aus Auto befreit - Warnung vor "lebensbedrohlichen Werten"

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Ein Kleinkind in einer potenziell lebensbedrohlichen Lage musste mit Gewalt aus einem Auto befreit werden.

Am Donnerstagmittag (25. Juni 2026) ist in Goldbach im Kreis Aschaffenburg versehentlich ein Kleinkind von seiner Oma versehentlich in einem Auto eingeschlossen worden. Dies berichtete die Polizei.

Glücklicherweise konnte der eineinhalb Jahre alte Junge schnell befreit werden. Erst vor wenigen Tagen war bei Stuttgart ein kleines Mädchen in einer ähnlichen Situation ums Leben gekommen.

Kind in Goldbach in Auto gefangen - Polizei schlägt Fenster ein

Die Großmutter des Jungen wollte gegen 12 Uhr, als die Temperaturen in Goldbach wie auch im restlichen Unterfranken bereits jenseits der 30 Grad lagen, mit ihrem Enkel losfahren. Gerade nachdem sie dem Kind noch etwas zu trinken gegeben hatte, schloss sich das Fahrzeug plötzlich mit dem Schlüssel im Innenraum von selbst ab.

Nachdem die Polizei alarmiert worden war, eilte eine Streife zur Hilfe und schlug mit Einverständnis der Fahrzeughalterin eine Seitenscheibe des Autos ein. Der Junge wurde anschließend aus dem Fahrzeug befreit. Vorsorglich war auch der Rettungsdienst hinzugezogen worden, das Kind blieb jedoch unverletzt und musste nicht in ein Krankenhaus gebracht werden. Hinsichtlich solcher Situationen gibt die Polizei Unterfranken Tipps für den richtigen Umgang:

  •  Lassen Sie niemals Kinder oder Tiere bei Hitze im Auto zurück – selbst bei leicht geöffnetem Fenster steigen die Temperaturen innerhalb von Minuten auf lebensbedrohliche Werte. 
  •  Die Polizei warnt, dass dies als Straftat gewertet wird und bei Notfällen das Einschlagen der Scheibe durch Passanten gerechtfertigt sein kann.
  •  Die Polizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, Fahrzeugschlüssel niemals im Fahrzeug zurückzulassen. Moderne Schließsysteme können sich unter Umständen selbst verriegeln.

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Vorschaubild: © Bernd Weißbrod/dpa