Ein verheerender Waldbrand sorgt aktuell für Chaos und Zerstörung an der kroatischen Küste. Zahlreiche Menschen mussten evakuiert werden.
Ein Waldbrand hat an der kroatischen Adriaküste in der Region um Omiš eine Person getötet, mehrere verletzt sowie Häuser und Autos zerstört. Europaweit stellen großflächige Feuer die Einsatzkräfte im Sommer 2026 vor gewaltige Herausforderungen.
An einer vom Brand betroffenen Stelle im Ort Stanići entdeckte die Polizei eine Leiche. Die Person verstarb laut Angaben der Beamten an den Folgen des Feuers, wie das kroatische Staatsfernsehen berichtete.
Touristen ergreifen Flucht vor Waldbrand
Über ein Dutzend Verletzte wurden in Krankenhäuser eingeliefert, darunter sieben mit lebensbedrohlichen Verbrennungen. In Omiš selbst war das Feuer bis zum Freitagmorgen (14. August 2026) gelöscht, jedoch loderten die Flammen am Nachmittag in anderen, schwerer zugänglichen Berghängen in der Nähe erneut auf. Mehr als 1000 Menschen wurden in der Nacht zum Freitag vorübergehend in Turnhallen und anderen öffentlichen Einrichtungen in Sicherheit gebracht. Viele Touristen flohen mit ihren Autos. Die Behörden organisierten jedoch auch Evakuierungen per Schiff über die Adria, hieß es.
Hunderte Feuerwehrleute kämpften zuvor mit fast 300 Löschfahrzeugen sowie vier Löschflugzeugen gegen die Flammen. Die Löscharbeiten wurden zusätzlich durch starken Wind erschwert, der die Ausbreitung des Feuers begünstigte. Das Feuer brach am Donnerstagabend zunächst bei Lokva Rogoznica nach anhaltender Dürre aus, etwa 20 Kilometer südlich von Split. Es erfasste einen gut zehn Kilometer langen Küstenabschnitt, an dem vor allem Kiefernwälder brannten.
Am stärksten betroffen war der Ort Omiš mit seinen rund 14.000 Einwohnern. Von den umliegenden Hügeln wälzten sich die Flammen in Richtung Küste auf die Häuser am Rand der Ortschaft zu. Aus mindestens sechs weiteren Orten wurden Brandschäden an Häusern gemeldet. Eine offizielle Schadensbilanz lag zunächst nicht vor.