Ein Mann betritt unerlaubterweise ein Ansbacher Pflegeheim und treibt dort sein Unwesen. Die Polizei weist den 51-Jährigen später in ein Klinikum ein.
In Ansbach ist ein Mann unbefugt in ein Pflegeheim in der Hospitalstraße eingedrungen. Dort sorgte er am Dienstag (11. August 2026) gegen 15 Uhr für Chaos.
Der 51-Jährige warf unter anderem Lebensmittel aus einer Kühlkammer und schmiss Gegenstände auf den Boden, schildert die Polizei Ansbach. Einen Getränkekasten, den er im Kellerbereich fand und mitnahm, stellte er später einfach in einem anderen Gebäudeteil ab.
Mann sorgt in Pflegeheim für Unruhe - Polizei schnappt ihn
Der Mann betrat auch einen Aufenthaltsraum. Dort nahm er Dekorationsgegenstände an sich und übergab diese dann teilweise an die Bewohner. Weitere Dekorationsgegenstände warf er einfach um.
Kurz nach dem Vorfall traf die Polizei den 51-Jährigen im Bürgerpark an. Wie sich herausstellte, lag ein Vollstreckungsauftrag der Staatsanwaltschaft Darmstadt gegen den Deutschen vor.
Die Beamten durchsuchten den Mann und fanden Bargeld. Hiervon "wurde der entsprechende Betrag im Rahmen der bestehenden Vollstreckungsmaßnahme gepfändet", meldet die Polizei.
Selbstgefährdendes Verhalten: 51-Jähriger in Klinikum eingewiesen
Das Verhalten des Mannes wurde zunehmend auffällig und selbstgefährdend. Demnach äußerte er unter anderem Selbstmordabsichten.
Obendrein war der 51-Jährige betrunken, sein Alkoholwert lag bei 1,6 Promille. Die Beamten brachten den Mann aufgrund der bestehenden Eigengefährdung in ein Bezirkskrankenhaus.
Die Durchsuchung seiner mitgeführten Sachen führte zu einem weiteren Fund: Der Mann trug sieben Tabletten eines betäubungsmittelhaltigen Arzneimittels mit sich - konnte jedoch keine ärztlich verordnete Medikation dafür vorlegen. Die Polizei stellte die Tabletten sicher. Gegen den Mann läuft nun zusätzlich ein Ermittlungsverfahren wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz.
Hinweis der Redaktion: Wir berichten für gewöhnlich nicht über Selbstmorde. Eine Ausnahme bilden Fälle von großem öffentlichen Interesse. Bei der Telefonseelsorge erreichst du unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 Hilfe in schwierigen, möglicherweise ausweglos erscheinenden Situationen. Innerhalb von Bayern kannst du dich alternativ unter der 0800-6553000 beim Netzwerk Krisendienste Bayern melden. Dort bekommst du rund um die Uhr qualifizierte Hilfe in psychischen Krisen und Notfällen. Unter www.frnd.de ("Freunde fürs Leben") findest du zudem weitere Informationen und Hilfsangebote.