Wetter extrem - Winter mit Whiteout-Gefahr, WaldbrÀnde und Hochwasser

1 Min
Schneefall ist gerade bis 9. MĂ€rz immer wieder ein Thema in Deutschland.
In Deutschland droht in den kommenden Tagen eine White-Out-Gefahr.
Schneefall ist gerade bis 9. März immer wieder ein Thema in Deutschland.
Daniel Bockwoldt (dpa)

Im MĂ€rz hĂ€lt das Wetter einige Überraschungen parat. Doch eine Prognose hat sich definitiv nicht bestĂ€tigt.

Nicht nur in Franken wird das Wetter in den kommenden Tagen sehr ungemĂŒtlich. Bereits zum Start in den Monat MĂ€rz gab es von Diplom-Meteorologen Dominik Jung eine etwas dĂŒstere Aussicht auf einen schönen FrĂŒhlingsanfang. Der Experte spricht aktuell noch von Winter. Und sein weitere Blick auf die Wetterlage zeigt einen durchaus kuriosen Mix. 

Jung weist fĂŒr den MĂ€rz daraufhin, dass es trotz der aktuellen Temperaturen in diesem Monat besonders fĂŒr Bayern und Baden-WĂŒrttemberg, Rheinland-Pfalz, sowie im SĂŒden von Hessen eine Waldbrandgefahr gibt. 

Extreme Wetterlage: Waldbrandgefahr auf Warnstufe drei bis fĂŒnf

Experten gehen demnach von den Warnstufen drei bis fĂŒnf aus. Als Grund nennt der Diplom-Meteorologe von wetter.net die extreme Trockenheit aus dem Monat Februar. Doch es gibt auch durchaus Entwarnung. Anstehende Schnee- und Regenschauer sorgen durchaus fĂŒr Entspannung bei der Waldbrandgefahr. 

Das amerikanische Wettermodell sieht mit Blick auf die Mitte der Woche - 7. MĂ€rz bis 9. MĂ€rz - ein großes Tief ĂŒber den Norden von Deutschland aufs Land heraufziehen. Damit sind dann auch heftige Sturmböen verbunden.

Als Folge muss man sich gerade auch im Flachland auf durchaus krĂ€ftige Schneeschauer einstellen. Gerade fĂŒr Autofahrer ist dann erhöhte Vorsicht geboten. Die Sicht, erklĂ€rt Jung, ist dann stark eingeschrĂ€nkt. "Da sieht man stellenweise die Hand vor Augen nicht mehr. Es droht die White-Out-Gefahr". 

Was hinter einem Whiteout steckt

Laut Deutschen Wetterdienst (DWD) ist ein Whiteout die Bezeichnung fĂŒr "extreme Tagesbeleuchtung bei bedecktem Himmel ĂŒber verschneiten Gebieten, die durch wiederholte diffuse Reflexion des Lichtes zwischen der ErdoberflĂ€che und der Wolkenunterseite vor allem in polaren Gebieten und auf höheren verschneiten Bergen zu beobachten ist".  

Die Unebenheiten der schneebedeckten ErdoberflÀche und die Umrisse des Horizontes, so wird es beim DWD erlÀutert, sind nicht zu erkennen, sodass das Orientierungsvermögen und die FÀhigkeit, Entfernungen abzuschÀtzen, verloren gehen können.

Dominik Jung sieht aber gerade in niedrigen Lagen kein dauerhaftes Problem. Da die Temperaturen im positiven Bereich zu erwarten sind, bleibt vom Schnee nicht viel liegen. Er schmilzt eher schnell wieder weg. 

Heftiges Regenwetter sorgt fĂŒr Hochwassergefahr

Bis zum 15. MĂ€rz wird zwar die Waldbrandgefahr kein Thema mehr sein, allerdings drohen dann Hochwasser und Sturzfluten. Dominik Jung: "50 bis 100 Liter pro Quadratmeter sind im Bereich des Schwarzwaldes zu erwarten. Es kommt einiges an Wasser in die FlĂŒsse herein." 

Das amerikanische Wettermodell sieht aktuell einen extrem nassen MĂ€rz voraus. Auch in den tieferen Lagen muss dabei immer wieder mit Schneechaos gerechnet werden. Zudem muss dann auch mit GlĂ€tte auf den Straßen gerechnet werden.  

Die Nacht zum Donnerstag, 9. MĂ€rz bringt dann im SĂŒden von Deutschland mit starken, dauerhaften NiederschlĂ€gen die Gefahr von steigenden Flusspegeln. Anders, als im Norden, sind die Temperaturen hier deutlich milder. 

Monat MĂ€rz: Wettermodelle geben Prognose fĂŒr mildes Ende

Zum Ende der Woche drĂŒckt eine weitere Regenfront auf Deutschland zu. Im SĂŒden ist es dabei meist Regen, dazu strömt dann aber bereits weitere mildere Luft mit ein. Die große Bibber-KĂ€lter kommt nicht mit. Anders im Norden hier kommt weiter vermehrt Schnee als Niederschlag runter. 

Die extremen KĂ€lte-Prognosen fĂŒr den MĂ€rz setzten sich nicht durch: "Wir sehen, dass die große KĂ€lte verschwunden ist. Keine -14 Grad. Jetzt eher nichts Ungewöhnliches mit -9 Grad im Nord-Osten. Sonst -4 Grad. 

Beide Wettermodelle, das europĂ€ische und auch das US-Modell, sehen bei den Temperaturen fĂŒr den MĂ€rz fast keine Ausreißer mehr in den negativen Bereich. Im SĂŒden von Deutschland geht es sogar in Teilen des Landes auf ĂŒber 16 Grad hoch.