Das Angebot trockener Weine aus deutschen Kellern ist erneut etwas größer geworden. Die Qualitätsweinprüfung 2025 lässt noch mehr Schlüsse auf Vorlieben beim Wein zu.
Der Trend zu trockenen und Weißweinen in Deutschland hält an. Nach Auswertung der bundesweiten Qualitätsweinprüfung wurden im vergangenen Jahr 53 Prozent aller deutschen Qualitäts- und Prädikatsweine in der trockenen Geschmacksrichtung angeboten, wie das Deutsche Weininstitut (DWI) im rheinhessischen Bodenheim mitteilte.
Dies entspreche erneut einem Plus von einem Prozentpunkt gegenüber dem Vorjahr. 2020 habe der Anteil trockener Weine noch bei 48 Prozent gelegen, 2010 sogar nur bei 40 Prozent.
Zum Hintergrund: Die qualitätsgeprüften Weine machten im Durchschnitt vieler Jahre rund 95 Prozent der Produktion deutscher Winzer aus.
Der Trend zu weniger Süße ist dem Weininstitut zufolge auch bei den Schaumweinen erkennbar. 54 Prozent der qualitätsgeprüften Sekte seien geschmacklich als «brut» bis «brut nature» eingestuft worden. Fünf Jahre zuvor waren es noch jeder zweite.
Liebliche und süße Weine weniger gefragt
Der kontinuierliche Zuwachs an trockenen Weinen bedingt einen weiteren Rückgang an lieblichen und süßen Weinen. Das Minus in der Qualitätsweinprüfung habe 2025 im Vergleich zum Vorjahr bei einem Prozentpunkt gelegen - im Vergleich zu vor 15 Jahren aber bei acht Prozentpunkten.
«Das Angebot halbtrockener Weine ging seit 2010 nur leicht um vier Prozentpunkte zurück und war mit einem Anteil von 19 Prozent gegenüber 2024 unverändert», stellte das DWI fest.
Etwas mehr Weiß und weniger Rot