Goldpreis zieht an - Seit Jahrestief elf Prozent im Plus

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Der Goldpreis erholt sich nach kräftigen Kursverlusten (Archivbild)
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Sven Hoppe/dpa

Gold verteuert sich, doch frühere Rekordkurse bleiben in weiter Ferne. Immerhin: Manche Experten sind wieder optimistischer.

Der Goldpreis hat zu Wochenbeginn an die zuletzt positive Tendenz angeknüpft. In der Nacht auf Montag kletterte der Preis für eine Feinunze (rund 31,1 Gramm) zeitweise wieder über die Marke von 4.400 Dollar. Das Niveau konnte der Goldpreis zwar nicht ganz halten, lag aber mit 4.394 Dollar immer noch 0,4 Prozent über dem Stand vom Freitagabend.

Damit baute der Goldpreis sein Plus seit dem Jahrestief von 3.943 Dollar Ende Juni auf etwas mehr als elf Prozent aus. Trotz der Erholung kostet eine Feinunze aber immer noch rund 1.200 Dollar oder etwas mehr als ein Fünftel weniger als Ende Januar.

Damals hatte der Goldpreis ein Rekordhoch von knapp 5.600 Dollar erreicht. Innerhalb von etwas mehr als zwei Jahren hatte sich der Kurs rund verdreifacht - eine für die Anlageklasse beispiellosen Rally. Grund für den starken Anstieg waren unter anderem Kriege, Handelskonflikte, sinkende Zinsen, hohe Staatsschulden und Zentralbankkäufe.

Einige Experten trauen dem Gold in den kommenden Monaten einen weiteren Anstieg zu; eine schnelle Rückkehr zu Kursen über der Marke von 5.000 Dollar halten sie allerdings nicht für möglich. Experten gehen im Schnitt davon aus, dass der Preis für eine Feinunze Gold bis Jahresende auf knapp 4.500 Dollar steigt. Zu den Optimisten zählen unter anderem die Analysten der US-Investmentbank Goldman Sachs. Sie haben das Ziel für Dezember auf 4.900 Dollar gesetzt.